Behandlungsmethoden von Akne

Akne ist die häufigste dermatologische Erkrankung weltweit und betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Da in erster Linie das Gesicht, manchmal aber auch der Oberkörper betroffen ist, ist die Hautveränderung für jeden sichtbar und sozial stigmatisierend, sodass Störungen des Selbstwertgefühls, sozialer Rückzug und depressive Verstimmungen mit erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität folgen können

Leidthema Akne: Mädchen und Jungen wollen unreine Haut behandeln

Der Wunsch nach wirksamer Pflege bzw. Therapie ist bei Akne besonders häufig und war auch Gegenstand einer großen Fragebogenstudie an 852 französischen Jungen und Mädchen.

Akne findet sich am häufigsten in der Altersgruppe der 15- bis 18-Jährigen, kann aber bis über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen bleiben und wird dann als Akne tarda bezeichnet. Während leichte Fälle, die Mitesser und einzelne Pusteln aufweisen, mit Kosmetika gut zu beeinflussen sind, müssen schwere Akneformen mit hochgradiger Entzündung und eitrigen Hautveränderungen zwingend hautärztlich behandelt werden, um bleibende Narben zu verhindern. Meist bildet sich die Akne nach der Pubertät spontan zurück, narbige Veränderungen können in zwei bis sieben Prozent der Fälle zurückbleiben.

Die jugendliche Akne entsteht durch den verstärkten Androgeneinfluss während der Pubertät und gehört zu den endogenen Akneformen. Eine vermehrte Talgproduktion führt im Zusammenspiel mit einer Verhornungsstörung der Ausführungsgänge zunächst zu Mitessern (Komedonen), durch eine bakterielle Infektion mit dem Keim Propionibacterium acnes kommt es zu Entzündungen und Eiterbildung, was als Akne papulopustulosa bezeichnet wird. Verlauf und Ausprägung der Akne sind sowohl genetisch als auch exogen bedingt. Zwillingsstudien zeigen eine hohe Prävalenz von Akne, wenn beide Elternteile unter Pubertätsakne litten.

Aber auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen und der vermehrte Genuss von Milchprodukten und Kohlehydraten mit hohem glykämischem Index können die Akne verschlechtern. Stress vermag durch das in Stresssituationen vermehrt gebildete Hormon CRH die Talgproduktion und die Bildung von Testosteron in den Talgdrüsen zu beeinflussen.

In einer großen Fragebogenstudie wurden 852 französische Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrem Wissen über die Hautveränderung und die bevorzugten Behandlungsmöglichkeiten befragt1 .Häufig wird über eine Akneprävalenz bei Jugendlichen von mehr als 80 Prozent berichtet, in der vorliegenden Studie lag die Häufigkeit bei 66,2 Prozent, jeder Zweite, nämlich 50,2 Prozent, hatte milde, 16 Prozent hatten schwerwiegende Akne. Die Hautveränderungen dauerten bei jedem zweiten Betroffenen (49,6 Prozent) länger als 12 Monate an.

Von der Mehrzahl der befragten 852 Mädchen und Jungen wurde Akne als normal eingestuft, als Erscheinung, die zur Pubertät gehöre, so die Meinung von 82,3 Prozent der Befragten. Trotzdem waren 70,9 Prozent der Meinung, dass Akne behandelt werden solle. Bei den Ablehnern von Behandlung waren mit 33,7 Prozent doppelt so häufig Jungen als Mädchen vertreten, von diesen hielten nur 15,8 Prozent eine Behandlung für unnötig.

Behandlung von Akne: Cremes und Lotionen bevorzugt

57 Prozent würden eine lokale Anwendung von Reinigung, Cremes und Lotionen bevorzugen, nur 18,8 Prozent hielten eine systemische Therapie mit Tabletten für geeignet, während 11 Prozent einer Laseranwendung den Vorzug geben würden.


  1. Poli F. et al: Acne as Seen by Adolescents: Results of Questionaire Study in 852 French Individuals. Acta Derm Venereol 2011; 91:531-536 




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