Lasertherapie kann Bindegewebesschäden bessern

Länger bestehende Dehnungsstreifen (Striae distensae) entstehen auf Grund starker Dehnungsbelastung zum Beispiel während der Schwangerschaft, aber auch bei vielen anderen Belastungen. Es handelt sich dabei um Narben in tieferen Hautschichten, die durch einen Verlust von Kollagen und elastischen Fasern gekennzeichnet sind und welche fast immer zunächst in roten und dann silbrig glänzenden Streifen auftreten

In der Pubertät, bei starken Gewichtsveränderungen oder hohen Steroiddosen, wie sie durch die Einnahme von Kortison, anabol wirkenden Medikamenten in der Bodybuilding-Szene oder durch Erkrankungen verursacht werden, bilden sich diese Bindegewebsnarben. Die Ausprägung von Dehnungsstreifen kann durch verschiedene kosmetische und medizinische Maßnahmen verringert werden. Pflegeprodukte mit regenerierendem Vitamin A, die lokale Anwendung von Vitamin-A-Säure, dermatologische Peelings und Lasertherapie sind bekannt und wirksam, unterscheiden sich jedoch in der Anwendungsdauer, den Behandlungskosten und den möglichen Nebenwirkungen. In einer retrospektiven Studie in Korea wurde jetzt die Wirksamkeit einer Behandlung mit fraktioniertem Kohlendioxidlaser überprüft. Die 27 Frauen im Alter von 19-40 Jahren hatten bereits länger bestehende Dehnungstreifen (4 – 23 Jahre), die in dieser Studie überwiegend durch den pubertären Wachstumsschub bedingt waren. Nur eine Frau hatte Schwangerschaftsstreifen, während bei einer weiteren die Dehnungsstreifen nach einer Cortisonbehandlung auftraten.

Alle Patientinnen wurden einmal mit dem Laser behandelt und erhielten eine kosmetische Nachbehandlung mit einer feuchtigkeitspendenden Lotion. Vor und zwei Monate nach der Lasertherapie wurden die Hautareale unter standardisierten Bedingungen fotografiert und die Verbesserung durch Dermatologen beurteilt. Die Bewertungsskala reichte von Grad 1 (sehr gering), Grad 2 (mäßig), 3 (deutlich) bis 4 (fast vollständig). Zusätzlich wurden die Patientinnen zu ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung befragt.

Guter Erfolg bei 59,3 Prozent der Behandelten

Bei etwas mehr als der Hälfte der Frauen, nämlich 51,9 Prozent zeigte sich eine deutliche und bei7,4 Prozent eine fast vollständige Reduzierung der Dehnungsstreifen. Ein mäßiger Erfolg war bei 33,3 Prozent zu verzeichnen und 7,4 Prozent zeigten nur eine geringfügige Verbesserung, bei keiner Frau hatte sich der Befund verschlechtert. Die Frauen waren mit der Behandlung überwiegend zufrieden bzw. sehr zufrieden (74,1 Prozent).

Leichte Nebenwirkungen, wie Rötung, schmerzhafte Krustenbildung und Juckreiz, waren häufig, gingen jedoch nach vier bis acht Wochen spontan zurück. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf.

Dermatol Surg 2010; 36: 1683-1690: Treatment of Striae Distensae Using an Ablative 10,600 nm Carbon Dioxide Fractional Laser: A Retrospective Review of 27 Participants
)Fraktionierter Kohlendioxid-Laser (Lumenis Inc. Santa Clara, CA)




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