Ein krampfartiger Anfall bei einem fiebernden Kind. An sich kann jeder Mensch mit sehr hohem Fieber einen Anfall erleiden. Aber das Gehirn der Kinder ist besonders sensibel und kann daher bereits bei geringem Fieber mit einem Anfall reagieren. Um von Anfang an das Risiko eines Fieberkrampfes bei Kindern zu minimieren, gibt man Paracetamol und hält das erkrankte Kind kühl (zum Beispiel durch Wadenwickel). Etwa 10% aller fiebrig erkrankten Kinder können einen derartigen Anfall erleiden, ohne deshalb auch nur im geringsten Epileptiker zu sein. Auf jeden Fall benötigt das Kind genaue ärztliche Untersuchung und Betreuung - und unbedingt eine Untersuchung auf Meningitis.
Bei wiederkehrenden Fieberkrämpfen kann ein Kind auch zu Hause betreut werden, wenn die Eltern wissen, wie man mit den Medikamenten gegen Krampfanfälle umzugehen hat. Nach dem Alter von fünf Jahren treten normalerweise keine Fieberkrämpfe bei Kindern mehr auf.
- Das Kind fiebert, hat eine Erkältung, meistens noch eine Ohrenentzündung
- Plötzlich wird das Kind steif, rollt die Augen, hält den Atem an
- Dann treten koordinierte Zuckungen und Krämpfe auf; eventuell kommt es zur Inkontinenz (ungewolltes Wasserlassen)
- Der Anfall kann fünf bis zehn Minuten dauern
- Das Kind ist danach wieder ansprechbar, kann aber noch einige Stunden benommen und schläfrig bleiben
- Der Fieberkrampf setzt mit Beginn des Fieberanstiegs ein Wenn ein Kind älter als fünf Jahre oder jünger als sechs Monate ist, kann es sich auch um andere Krankheiten handeln. Man darf daher nicht von einem Fieberkrampf ausgehen. Egal wie, jedes Kind mit Fieberkrämpfen gehört in ärztliche Obhut.