Fieber

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Es ist noch nicht vollständig geklärt, warum der Organismus im Krankheitsfall mit einem Anstieg der Körpertemperatur reagiert. Vermutlich hilft es ihm, gegen eine Krankheit anzukämpfen, doch über die genauen Vorgänge gehen die Ansichten weit auseinander.

Schon in früheren Zeiten galt ein Anstieg der Körpertemperatur als ein Hauptsymptom einer Erkrankung. Das Fieber selbst gibt uns einige Hinweise auf die Art der Krankheit: die Höhe des Fiebers, die Tagesschwankungen und der Fieberverlauf während der Erkrankung. Die moderne Medizin bietet Diagnose-und Behandlungsmöglichkeiten bei lang andauerndem Fieber, so daß man nicht bangen Herzens die Zeit abwarten muß, bis das Fieber wieder sinkt.
Wann liegt Grund zur Besorgnis vor?

In den zivilisierten, westlichen Ländern sind die schweren Infektionskrankheiten selten geworden. Daher ist das Auftreten von Fieber in der Regel kein Alarmzeichen. Trotzdem sollte man bei sehr jungen oder alten Patienten das Auftreten von Fieber als ernsten Zustand ansehen. Bei älteren Kindern oder Erwachsenen hingegen bedeutet ein Anstieg der Körpertemperatur während ein oder zwei Tagen gewöhnlich die Ankündigung relativ banaler Erkrankungen, die im folgenden näher behandelt werden. Natürlich gibt es auch einige unheilvolle Ursachen, jedoch sind sie so selten, daß das alleinige Auftreten von Fieber auch den Arzt nicht beunruhigt. Bevor man also eine ernste Erkrankung vermutet, sei es angeraten, den Allgemeinzustand des Patienten zu berücksichtigen und folgendes in Erwägung zu ziehen:

  • Das Reisen in ferne Länder, mangelnde hygienische Verhältnisse oder Epidemien sind Risikofaktoren für ungewöhnliche Krankheiten
  • Plötzliches hohes Fieber über 40° Celsius
  • Starke Kopfschmerzen oder Delirium (zum Beispiel Bewußt-seinsstörungen)
  • Schmerzen
  • Nachtschweiß
  • Pulsrasen oder schnelles Atmen aufgrund der Tatsache, daß die Pulsrate pro Minute bei jedem Temperaturanstieg um 0,5° Celsius um 10 Pulsschläge ansteigt
  • Die normale Pulsrate eines Säuglings beträgt ungefähr 120 Schläge pro Minute, auch noch im Alter von einem Jahr

Temperaturmessung
Die normale Körpertemperatur beträgt beim Erwachsenen, oral (im Mund) gemessen, 37° Celsius. Die Temperatur schwankt dabei individuell um 0,5° Celsius nach oben oder unten. Bei Kindern kann man die Temperatur unter der Achsel messen, hierbei erhält man normalerweise einen Wert um 36,5° Celsius. Man sollte berücksichtigen, daß:
  • Personen, die vermehrt durch den Mund atmen, eine niedrigere Mundtemperatur haben
  • Die Art der Kleidung die Körpertemperatur beeinflussen kann
  • Warme oder kalte Getränke die Mundtemperatur für eine Dauer von ca. 15 Minuten verändern
Es ist bequem, die Temperatur an der Stirn zu überprüfen, jedoch ist diese Methode nicht verläßlich, vor allem bei niedrigeren Temperaturen, da die Schweißbildung auf der Haut einen Kühleffekt hat.
Fieber: Mögliche Ursachen
Es wäre sicher in höchstem Maße verwirrend, all die zahlreichen möglichen Ursachen einer Fiebererkrankung aufzuzählen. Statt dessen erfolgt in den folgenden Kapiteln die Einteilung nach der Dauer des Fiebers, was für den einzelnen sicher von größerem Interesse ist.
  • Fieber - die ersten 48 Stunden
  • Fieber - 3 bis 14 Tage andauernd
  • Fieber - zwei oder mehr Wochen
  • Fieberschübe
  • Fieber nach Reisen in tropische Länder
Die aufgeführten Ursachen beziehen sich auf ihr Vorkommen in den hochentwickelten Ländern der westlichen Welt. Ein anderes Kapitel dieser Datenbank beschäftigt sich ausschließlich mit tropischen Krankheiten. Wir möchten erneut daran erinnern, daß Fieber bei sehr jungen oder bei älteren Patienten immer spezielle Aufmerksamkeit benötigt. Auch spielt der Allgemeinzustand natürlich eine große Rolle und erfordert mitunter die Hinzuziehung ärztlicher Hilfe, auch wenn das Fieber nur gering ist.

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Benutzerhinweise!!!

Die Vorschläge sind kein Ersatz für den Arztbesuch. Die Ergebnisse sollen den Patienten dabei helfen, besser und effektiver mit Ärzten, bei der Bekämpfung von Krankheiten, zusammenzuarbeiten. Jede Beschäftigung mit Krankheiten erfordert eine mehr oder weniger umfangreiche medizinische Kontrolle und Aufsicht. Die Anwendung der hier gemachten Behandlungsvorschläge durch den Leser geschieht auf dessen eigenes Risiko.