Fit und aktiv - wenn die Verdauung mitspielt

Alt an Jahren besagt heute gar nichts mehr. Es gibt viel mehr junge Alte, das hat die Werbung längst erkannt und greift immer öfter auf attraktive Senioren zurück. Damit man im “Alter”, wo immer man dessen Beginn auch ansetzen will, fit und attraktiv bleibt, muss man jedoch ein bisschen was dafür tun. Beginnen wir doch bei der Ernährung

Zum „alten Eisen“ gehören? Von wegen. Immer mehr Menschen blühen heute mit zunehmendem Alter noch einmal richtig auf. Sie suchen nach neuen Hobbys und Herausforderungen, investieren Zeit in persönliche Interessen und in ihre Gesundheit. Bekannte Persönlichkeiten machen es vor: Sei es Mario Adorf, der vor rund einem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte und dabei nach wie vor erfolgreich vor der Kamera steht, oder Schauspielkollegin Senta Berger, die kurz vor dem 70. noch den Bayerischen Fernsehpreis abräumt - die Generation 50 plus sieht dem Ausblasen der Kerzen auf dem Geburtstagskuchen heute oftmals gelassener entgegen.

Und dennoch – zu den vielen angenehmen Dingen des Alltags gehören auch Begleiterscheinungen des Alterns dazu: Verdauungsbeschwerden zum Beispiel gehören zu den auftretenden Themen, die der älteren Generation oftmals zu schaffen machen. Diese sind nicht nur lästig, sondern können die Lebensqualität, oft unbewusst, einschränken. Das Darmwohlbefinden spielt eine größere Rolle für unser allgemeines Wohlbefinden als so manch einer denkt. Und besonders im Alter ist es wichtig, dem Darm ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Einige Faktoren, die das Darmwohlbefinden beeinträchtigen können, werden im Folgenden genauer unter die Lupe genommen.

Auch Organe kommen in die Jahre…

Die Verdauung kann im Alter schon mal schneller zu schaffen machen – und trotzdem ist das nur selten ein Gesprächsthema. Was wenig verwunderlich ist, spricht man doch ungern über ein aufgeblähtes Gefühl, eine träge Verdauung oder Flatulenz. Dabei sind die Ursachen natürlich, denn auch Verdauungsorgane altern: Der Darm wird träger, die Bewegungsfähigkeit des Darms ist insgesamt verlangsamt und zudem werden häufig die Muskeln des Beckens schlaffer. Auch verändert sich die Darmflora mit zunehmendem Alter, was der Verdauung nicht unbedingt zugute kommt.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Liebgewonnene Gewohnheiten abzustellen ist gar nicht so leicht. Dennoch können schon kleine Änderungen im Alltag und bestimmte Verhaltensweisen dazu beitragen, wiederkehrende Problemchen in Schach zu halten. Macht die Verdauung immer mal wieder Stress nach dem Frühstück, hilft sich so manch einer mit Kaffee weiter. Das darin enthaltene Koffein kann zwar vermutlich der Verdauung auf die Sprünge helfen; gerade im Alter jedoch sollte man mit übermäßigem Kaffeegenuss vorsichtig sein. Der Magen reagiert empfindlicher und kann an anderer Stelle Probleme machen.

Wer rastet, der rostet

Oft wird unterschätzt, dass sich Problemchen, deren Ursache ganz woanders liegt, ebenfalls auf das Darmwohlbefinden auswirken können. Machen sich beispielsweise mit zunehmendem Alter Gelenkschmerzen bemerkbar, kann das schnell die Mobilität einschränken – und das wiederum häufig auch die Darm-Aktivität. Auch der beliebte Mittagsschlaf nach dem Essen mit anschließendem Faulenzen auf dem Sofa fördert diesen Umstand: Er sorgt zwar für Entspannung, hat auf den Darm jedoch eine sprichwörtlich einschläfernde Wirkung.

Einseitigkeit auf dem Speiseplan

Mit fortschreitendem Alter sinkt der Energiebedarf, der Nährstoffbedarf bleibt allerdings auf gleichem Niveau. Obst, Gemüse, Fisch, Getreideprodukte oder Milchprodukte stehen häufig auch bei der älteren Generation nicht auf dem Speiseplan – dabei sind ausreichend Ballaststoffe genauso hilfreich für eine gute Verdauung wie ausreichend Flüssigkeit. Durch altersbedingte Veränderungen verringert sich das Durstempfinden, der Wasserhaushalt wird geschwächt – was schnell Folgen wie Verdauungsbeschwerden mit sich bringen kann. Wie man seine Verdauung durch kleine Änderungen im Alltag in Schwung bringen kann, verraten wir Ihenn im November-Update.

Ernährung im Alter. Ulrike Arens-Azevedo, Christine Behr-Völtzer. 2002 Vincentz Verlag, Hannover




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