Powerfrüchte: Acai, Acerola und Maulbeere

Powerfrüchte - was ist eigentlich das Besonderde an ihnen? Wir sind dieser Frage nachgegangen. Die Antwort: Sie alle enthalten große Mengen hochwirksamer Inhaltsstoffe. Bei Acai-Beeren sind es Anthocyane, Acerola ist reich an Vitamin C und Maulbeeren können gleich eine Reihe von Mineralstoffen in hoher Konzentration und sekundären Pflanzenstoffe vorweisen. Und genau wegen dieser Inhaltsstoffe und ihres typischen Geschmacks werden diese Früchte vor allem gerne mit anderen Obstarten gemischt als Fruchtsaft, -nektar oder auch -schorle angeboten.

Acai ist die tropische Frucht einer Palme, die ausschließlich im nördlichen Amazonasbecken wächst. Dieser bis zu 25 m hohe Baum wächst in mehreren einzelnen Büscheln, hat sehr feine olivgrüne Blätter. Die Acai-Palme blüht in der Zeit, wenn bei uns Winter ist von September bis Januar. Aus den zopfartig angeordneten gelben Blüten werden kleine Beerenfrüchte, die nur zwischen 10 bis 15 mm im Durchmesser groß werden. Die zunächst roten Beeren werden mit zunehmender Reife fast schwarz.

Die Acai-Beere liefert 62% einfach und 13% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und kann helfen Herz und Kreislauf zu schützen, einer vorzeitigen Arteriosklerose vorzubeugen und einen positiven Einfluss auf den Cholesterin-Spiegel auszuüben. Ferner sind die Acai-Früchte reich an so genannten Anthocyanen, das heißt: Sie können unsere Körperzellen vor aggressiven freien Radikalen, hochaktiven Umweltschadstoffen, körpereigenen Stoffwechselabfällen und Giften schützen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Acai bis zu 30 mal mehr Antioxidantien enthalten als Rotwein. Erwähnenswert ist auch der Gehalt an den Vitaminen A und C , an den Vitaminen B1 und B2 , an Kalzium, Kalium, Magnesium sowie Eisen. Mit diesen Wirkstoffen kann die Acai-Beere das Immunsystem stärken, den gesunden Zellstoffwechsel fördern und Entzündungen im Körper hemmen.

Die Beere schmeckt nussartig, leicht säuerlich und erinnert vom Aroma her an Schokolade. Ihr Saft ist gut mit anderen Fruchtsäften zu kombinieren. Gemischt mit Banane und Mango oder mit roten Früchten wie Heidelbeere, Granatapfel, Traube und Cranberry sind Acai-Beeren ein wahrer Genuss. Auch einfach mit Orangensaft sind sie einen Versuch wert.

Die süßsäuerlichen aromatischen Früchte der Schwarzen Maulbeere ähneln in ihrem Aussehen den Brombeeren, haben eine rote bis dunkelviolette Farbe und enthalten erstaunliche Mengen an vielen verschiedenen Mineralstoffen.

Maulbeerbäume haben etwas fast Mystisches an sich. Waren sie doch für die alt-orientalischen Völker Früchte der Götter. Die Römer sahen im Maulbeerbaum den Sitz der Weisheit. Die Chinesen waren da deutlich pragmatischer. Sie bauten Maulbeerbäume schon vor 4500 Jahren an, um Seidenraupen zu züchten, die sich von den Blättern ernährten.

Von den 30 verschiedenen Sorten sind drei heute noch besonders von Bedeutung: die Weiße Maulbeere aus China, die Schwarze Maulbeere aus Persien und die Rote Maulbeere aus Nordamerika. Alle Sorten ergeben stattliche Sträucher oder Bäume von 5 bis 15 m Höhe. In Europa spielt die Schwarze Maulbeere die größte Rolle. In klimatisch milden Gebieten , in denen z. B. auch Weinbau betrieben wird, ist sie jetzt wieder häufiger anzutreffen.

Die Früchte der bei uns ansässigen Schwarzen Maulbeere sind nicht nur süßsäuerlich und sehr aromatisch, sondern auch reich an einer ganzen Reihe von Mineralstoffen. Besonders hervorzuheben sind dabei sicherlich ihre Gehalte an Eisen und Zink. Mit 100 g Maulbeeren könnten Erwachsene das fünf- bis achtfache ihres Tagesbedarfs an Eisen und Zink aufnehmen. Mit der gleichen Portion könnte zudem der Tagesbedarf an Kalium, Calcium und Magnesium zu etwa 50 % gedeckt werden.

Das, was als Frucht geerntet wird, sind in Wirklichkeit Scheinbeeren, die am vorjährigem Holz reifen. Sie halten sich im Reifezustand zwei Tage am Baum und fallen dann einfach ab. Das macht man sich bei der Ernte Juli/August zu nutze, in dem man die reifen Beeren einfach aufsammelt und sofort weiter verarbeitet. Doch Achtung: Die Beeren hinterlassen aufgrund ihrer Farbintensität im reifen Zustand kräftige Spuren und eigenen sich nicht als Zierpflanze in Terrassennähe.

Aufgrund der schnellen Verderblichkeit werden die Früchte nicht frisch vermarktet, sondern getrocknet, eingefroren, gemust oder gepresst und dann weiter verarbeitet zu Mus, Gelee, oder Saft. Pur als sogenannter Muttersaft bietet die schwarze Maulbeere einen aromatischen Genuss mit einer extra Portion Mineralstoffe.

Die Acerolakirsche zählt zu den vitaminreichsten Früchten überhaupt. Neben Vitamin C enthalten Acerolakirschen das Provitamin A, die Vitamine B1, B12 und Niacin, sowie Eisen, Phosphor, Calcium und Flavonoide.Sie gehört zur Familie der Malpighiengewächse und stammt vermutlich ursprünglich von der mexikanischen Halbinsel Yukatan. Heutzutage liegen ihre Hauptanbaugebiete in Mexiko, Jamaika, Florida und Brasilien. Der immergrüne Strauch oder kleine Baum wächst sehr rasch, weist allerdings eine geringe Toleranz gegenüber Kälte und Wind auf. Ideal ist daher eine vollsonnige Lage. Der Acerolastrauch zählt zu den vitaminreichsten Früchten überhaupt. Neben Vitamin C enthalten Acerolakirschen das Provitamin A, die Vitamine B1, B12 und Niacin, sowie Eisen, Phosphor, Calcium und Flavonoide.Sie gehört zur Familie der Malpighiengewächse und stammt vermutlich ursprünglich von der mexikanischen Halbinsel Yukatan. Heutzutage liegen ihre Hauptanbaugebiete in Mexiko, Jamaika, Florida und Brasilien. Der immergrüne Strauch oder kleine Baum wächst sehr rasch, weist allerdings eine geringe Toleranz gegenüber Kälte und Wind auf. Ideal ist daher eine vollsonnige Lage. Der Acerolastrauch kann das ganze Jahr über blühen, typischerweise liegt seine Blütezeit jedoch in der Regenperioden. Die Blüten des Acerolastrauchs sind klein und pinkfarben bis weiß. Die Früchte werden als Acerola-, Ahorn-, Antillen-, Puerto-Rico- oder Barbadoskirsche bezeichnet. Wahrscheinlich ist ihr Aussehen der Grund, warum sie als „Kirsche“ bezeichnet werden, obwohl sie mit unserer heimischen Kirsche nicht verwandt sind. Die Steinfrüchte reifen innerhalb von 25 Tagen, sind 1-3 cm groß, rund und können bis zu vier Mal im Jahr geerntet werden. Das Fruchtfleisch besteht zu 80 % aus Saft und schmeckt leicht säuerlich bis süßlich mit einem apfelähnlichen Aroma. Sind die knallroten Acerolas einmal vom Baum gepflückt, verderben sie rasch. Nach drei bis fünf Tagen können sie schon nicht mehr verwendet werden.

200 ml Acerola-Saft enthalten 2.000 mg Vitamin C , das sind etwa 24-mal mehr als in einem Glas Orangensaft. Die Fruchtsafthersteller bieten Acerolasaft gerne in Kombination mit anderen Fruchtsäften an, z. B. mit Apfel-, Maracuja-, Grapefruit-, Orangen-, Kirsch-, oder Traubensaft. Acerola ist zudem pur als Muttersaft erhältlich, so dass man auch eigene Kreationen probieren kann. Der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt.




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