Mit demPenicillin, der Mutter aller Antibiotika wurde die Behandlung bakterieller Infektionen revolutioniert und im Laufe der Jahrzehnte gesellte sich eine Vielzahl moderner und weitaus wirksamerer Antibiotika hinzu.
Fragen, die jeder Arzt vor einem Antibiotikatherapie stellen muss:
- Handelt es sich um einen Infekt - ja oder nein?
- Handelt es sich um eine Virus-, bakterielle- oder Pilzinfektion?
- Ist der Patient stationär oder abmulant in Behandlung?
- Ist eine Behandlung nötig?
- Gibt es potentielle Erreger?
- Wie ist die aktuelle Resistenzlage?
- Welches Antibiotikum soll gegeben werden?
Der Schimmelpilz Penicillium
setzt das Antibiotikum Penicillin
aus den gelben Punkten frei Antibiotika-Behandlung bei Pneumonie (CAP)
Dank der Behandlung mit Antibiotika konnte beispielsweise die Sterblichkeit bei der ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gesenkt werden. Im Mittel liegt diese aber immer noch bei zehn bis zwölf Prozent, berichtete Professor Dr. Horst Koch aus Beeskow bei einem Presseseminar in Köln. Aktuelle Daten des Kompetenznetzes CAPNETZ deuten allerdings an, dass die Wahl des richtigen Antibiotikums einen günstigen Einfluss auf die Sterblichkeit der CAP haben kann.
Niedrigere Sterblichkeit unter Moxifloxacin
Eine besondere Rolle scheint hierbei dem Atemwegs-Chinolon Moxifloxacin (Avalox®) zuzukommen. So belegen die Daten einer Erhebung des CAPNETZ bei 2.171 Patienten eine allgemeine Sterblichkeit von 5,4 Prozent.
Die Ergebnisse aus der CAPNETZ-Auswertung zeigen, dass die Wahl des eingesetzten Antibiotikums bei der ambulant erworbenen Pneumonie eine entscheidende Rolle spielen kann, da die Sterblichkeit unter Moxifloxacin geringer war.
Wie Koch darlegte, muss generell alles getan werden, damit die gute klinische Wirksamkeit der Antibiotika erhalten bleibt. Erfreulich günstig ist nach seinen Worten im internationalen Vergleich die Resistenzlage in Deutschland. „Das zeigt, dass wir bei der Verordnung der Antibiotika allgemein Vernunft walten lassen", so Koch.




