Die meisten Fachleute sind sich darüber einig: In guten Zeiten entscheidet das Engagement der Mitarbeiter darüber, ob ein Unternehmen gute und sehr gute Ergebnisse erzielt. In schlechten Zeiten entscheidet es eventuell über sein Überleben. Doch wird der Stress zu groß, leidet das Engagement und auch die Produktivität der Mitarbeiter.
Wer Pausen macht, ist produktiver
Eine von Mars Drinks in Auftrag gegebene Befragung von 500 Führungskräften in Deutschland durch das Marktforschungsinstitut IWD, zeigt, dass sich diese Erkenntnis mittlerweile auch bei den Führungskräften durchgesetzt hat. Demnach sind 70% der befragten Manager davon überzeugt, dass sich die bei ihnen vorhandenen Pausenangebote und -einrichtungen positiv auf die Mitarbeiter auswirken. 72% meinen, dass sie die Verbundenheit zwischen den Abteilungen fördern, 77% glauben, dass Pausenangebote die Zufriedenheit erhöhen und 60% meinen sogar, dass diese die Mitarbeiter unterstützen, ihre Arbeit schneller zu bewältigen und Probleme besser zu lösen.
Anders als auf ihre Mitarbeiter wenden die meisten Führungskräfte diese Einsicht jedoch nicht auf sich selbst an: Im Gegensatz zu ihren Mitarbeitern, die sich im Schnitt 40 Minuten Zusatzpause am Tag gönnen, gestehen sie sich selbst nur 15 Minuten zusätzliche Pause zu. Die Begründung bei 60% der Befragten: keine Zeit. Die meisten der Manager (92%) haben zudem den Anspruch, immer für ihre Mitarbeiter ansprechbar zu sein. 60% nehmen Stress in Kauf und nutzen jede Minute, um das hohe Arbeitspensum zu schaffen, auch von unterwegs oder zu Hause aus.
Erholung findet für sie nur in der Freizeit statt...
...nämlich beim Sport (80%), Lesen (22%) oder mit Familie und Freunden (14%). Aber genau hier liegt das Problem: Erholung in der Freizeit schafft keinen - oder nur einen geringen - Beitrag zur Pausenkultur im Unternehmen. Denn wenn Führungskräfte von ihren Mitarbeitern erwarten, dass sie ihre Kräfte vernünftig über den Tag einsetzen und volle Leistung erbringen, dann müssen sie dies auch im Unternehmen vorleben - und zwar nicht nur in der Leistung, sondern auch bei der Erholung. Studien belegen, dass dies erheblich nachhaltiger wirkt als sämtliche Unternehmensleitlinien. Hier ist die Vorbildfunktion der Führungskraft gefragt, gerade auch bei der Pausenkultur.
Auch die Förderung von Mitarbeiterengagement gilt zudem als wichtiger Wertschöpfungsfaktor und sollte ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein.




