Beim klassischen Sattel wird ein Drittel des Körpergewichts auf die Sattel-„Nase“ gelegt, ergaben Tests (ein Sattel war mit 900 Drucksensoren bestückt!), und „der Sauerstoff, der in den Penis gelangt, verringert sich binnen nur drei Minuten um 70 bis 80 Prozent“, so eine weitere Studie, „und nach einer halben Stunde ist der Fahrradfahrer rund um sein Geschlechtsteil geradezu taub“, ergänzt Dr. Joshua Cohen aus Chapel Hill.
Die Fahrradindustrie reagiert bereits auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse. „Wir kommen bald schon mit neuen Satteldesigns auf den Markt“, versprach ein italienischer Hersteller. Marc Sani von Amerikas Fahrradherstellerverband: „Der Käufer eines Fahrrads sollte aber auch etwas tun – sich bei einem guten Einzelhändler beraten und den Sattel geradezu anpassen lassen“.
Die Ratschläge der Mediziner, die an den neuesten Studien beteiligt waren: Am sichersten sind Sättel, die den Fahrer zwingen, das Gewicht nach hinten zu verlagern, so dass die Geschlechtsteile entlastet werden. Dr. Schrader aus Boston empfiehlt Sättel, die überhaupt keine „Nase“ haben.




