Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt allein in Deutschland jährlich um etwa 3.000 zu. In Deutschland sind rd. 120.000 Menschen von MS betroffen. Weltweit werden über 2,5 Millionen Erkrankungen gezählt, wobei die ethnische Zugehörigkeit sowie die Entfernung zum Äquator eine entscheidende Rolle spielt. Die Erkrankung trifft gehäuft in der weißen Bevölkerung Europas auf (über 500.000 MS Patienten), dazu in Australien und Nordamerika. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Ein aktives Leben - heute und in Zukunft - ist auch mit Multipler Sklerose (MS) möglich. Dies verdeutlichen eindrucksvoll die kreativen Einsendungen im Rahmen des Kreativ Wettbewerbs von MS College, dem interaktiven Kommunikations-, Fortbildungs- und Informationsforum rund um die Multiple Sklerose (MS).
Die Resonanz auf den Wettbewerb war äußerst positiv: Über 80 Teilnehmer sind diesem Aufruf gefolgt und haben mit ihrer bunten Vielfalt der Jury eine schwere Aufgabe gestellt. Bilder, Collagen, Fotografien und Bastelarbeiten offenbarten Wünsche und Hoffnungen der Betroffenen. Das Weiterkommen im Beruf, an sportlichen Aktivitäten auch künftig nicht zu scheitern und noch viele Reisen gemeinsam mit den Angehörigen unternehmen zu können wurde detailgetreu gestaltet. Anhand der kreativen Vielfalt entschloss sich die Jury nicht nur einen Hauptpreis zu vergeben, sondern vier Preise in verschiedenen Kategorien. Im Rahmen einer festlichen Stunde in der Villa E 96 in Hamburgs Elbchaussee, wurden die Sieger geehrt und ihre Werke ausgestellt. Als Prämie erhielten die Kreativsten ein Wellness-Wochenende im Wert von 500 Euro.
Frank Sandmann, bekannt durch die Bühne sowie diverser Radiostationen und selbst, seit 1997 MS-Betroffener moderierte die Prämierung. Sein fröhliches Wesen zeigt, dass er sich von der Krankheit nicht beherrschen lässt. Er rät, sich der Krankheit zu stellen und sich ganz klar zu überlegen was man selbst für sich will. Das Wichtigste dabei sei, seinen Körper zu beachten und hinein zu hören. Als seine Krankheit akut wurde, war er mit seinem Leben nicht im Einklang. Weimar, so sagte er, gehörte nicht zu seinem Leben obwohl er dort eine Bilderbuchkarriere hinlegte. Als Chefredakteur hatte er eine Menge Arbeit zu bewältigen und keine Zeit für ein eigenes Leben. Bemerkenswert fand er die Reaktionen seiner vielen Bekannten, als sie von seiner Erkrankung gehört haben und sich spontan bei ihm meldeten. Sie wollten ihm den Rücken stärken mit Grüßen und Anrufen. Diese Anteilnahme baute ihn natürlich auf, gab ihm Kraft mit dieser Diagnose fertig zu werden. Frank Sandmann hat sein Leben geändert, sich auf MS eingestellt. Seine Lebenseinstellung und die Therapie mit dem Medikament Copaxone, das bei ihm keinerlei Nebenwirkungen zeigt, haben ihm erfolgreich geholfen. Innerhalb von vier Jahren hatte er „nur" einen Schub und der liegt bereits über eineinhalb Jahre zurück. (Mehr über Frank Sandmann finden Interessierte auf seiner Homepage www.franksandmann.de.)
