„ENDOTAK RELIANCE® 4-SITE Defibrillations-Elektrodensystems" heißt ein neues Elektrodensystem, welches Boston Scientific zum Jubiläum herausbringt und welches deutliche Vorteile bei der Implantation und im Betrieb aufweist.
Die Entwicklung des implantierbaren Cardioverter-Defibrillators (ICD) hat die Behandlungsmöglichkeiten bösartiger, tachykarder Herzrhythmusstörungen wesentlich verbessert. In den allermeisten Fällen aller plötzlichen Herztode liegt bei den betroffenen Patienten zunächst ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation von mindestens 70 Prozent aller Herzmuskelzellen unterbrechen. „Diese Geräte geben bei einer gefährlichen Herzrhythmusstörung einen Stromimpuls ab, der den normalen Herzrhythmus wieder herstellen kann", erklärt sagt Oberärztin Dr. Susanne Stilz Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie am Klinikum Stuttgart . Ein Defibrillator besteht im Wesentlichem aus einer Batterie und einem elektronischen Schaltkreis, der den Herzschlag ständig überwacht und im Bedarfsfall einen Stromstoss, den sogenannten Schock abgibt.
Für die Träger eines Defibrillator ist das Risiko, dem plötzlichen Herztod zu erliegen, deutlich gesenkt worden. Seit der ersten Einpflanzung eines solchen Gerätes bei einem Herzpatienten ist bereits ein viertel Jahrhundert vergangen. Viele Menschen sind seither gerettet werden. Trotzdem sterben in Deutschland noch über 100.000 Menschen jährlich am plötzlichen Herztod, europaweit sogar fast 350.000. „Besonders Patienten mit einer durch einen Herzinfarkt oder eine andere Ursachen bedingten Herzmuskelschwäche sind gefährdet, an einem sogenannten „Sudden Cardiac Death" (SCD) zu versterben", so die Kardiologin.




