- Gesund sein, im Einklang sein
- Ein Ganzes: Yin und Yang
- Die Yin-Yang-Symbole, Erscheinungen und Eigenschaften
- Yin-Yang-Organe
Es ist noch gar nicht so lange her, da wußten die wenigsten mit dem Begriff »Chinesische Medizin« etwas anzufangen. Von Akupunktur hatte man zwar schon gehört, trotzdem wurden dabei erzielte Heilerfolge wohl eher dem Zufall zugeschrieben. Und auch noch heute gibt es viele Ärzte, die nicht nur Akupunktur, sondern auch die klassische chinesische Medizin für baren Humbug halten, gleichzusetzen letztlich mit Voodoo-Zauber. Dabei, und das ist immerhin unbestritten, handelt es sich bei der traditionellen chinesischen Medizin um die wohl älteste bekannte Medizinlehre der Welt, deren Entstehung etwa 6000 Jahre zurückliegt. Grundlage ist das medizinische Werk »Huang-ti nei-ching«, das dem legendären Gelben Kaiser (Huang-ti) zugeschrieben wird, wahrscheinlich aber erst im 3. oder 2. Jh. v. Chr. entstanden ist. Dieses Werk enthält die Theorien, wie sie heute noch gültig sind. In ihm heißt es u. a.: »Yin und Yang, die zwei Prinzipien in der Natur, und die vier Jahreszeiten sind der Anfang und das Ende von allem und auch die Ursache für Leben und Tod. Wer die Gesetze des Universums mißachtet, beschwört Unglück und Heimsuchung herauf, während die, die den Gesetzen des Universums folgen, frei von gefährlichen Krankheiten bleiben, denn sie haben Tao erreicht, den rechten Weg.«

