Heidelbeeren senken Cholesterin

Da die kleinen, dunkelblauen, mit einem Grauschimmer überzogenen Beeren auch ?auf der Heide? wachsen, nannte man sie in nördlichen Gefilden Heide(l)beere, aber wir kennen sie auch alsBickbeere, Blaubeere, Hällbeere und Schwarzbeere. Ihr botanischer Name lautet Vaccinium myrtillus und leitet sich von Baccinium für Beerenstrauch ab dürfte   wohl eine Verballhornung des eigentlichen Wortstammes sein. Der Artname myrtillus hingegen weist ganz konkret auf die Ähnlichkeit der Heidelbeere mit der Myrte hin. Über ihre Heilkraft berichtete nicht nur Hildegard von Bingen, sondern praktisch alle Heilkundigen von der Antike bis zur Neuzeit. Amerikanische Forscher habennun in den Heidelbeeren eine neue erfolgversprechende Wirkung gefunden.

Heidelbeeren könnten in Zukunft eine billigere und vor allem effizientere Methode sein, Cholesterin zu senken. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler beim derzeit stattfindenden Treffen der American Chemical Society.  In den kleinen Waldbeeren stecken nach ersten Untersuchungen gleich mehrere aktive Wirkstoffe gegen hohe Cholesterinwerte.

Die Untersuchungen an Rattenleberzellen ergaben, dass der Stoff Pterostilben, der auch in Weintrauben vorkommt, die stärkste Wirkung entfaltete. Pterostilben wirkt ähnlich wie das cholesterinsenkende Mittel Ciprofibrate. Beide aktivieren den PPAR-Rezeptor, ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Regulation des Cholesterinspiegels spielt. Dabei gibt es bei dem echten Heidelbeer-Wirkstoff noch einen weiteren Vorteil: Er wirkt gezielt nur auf diesen Rezeptor, während der chemische Wirkstoff auch noch andere Stoffwechselprozesse der Zellen beeinflusst, berichtet die Forscherin Agnes Rimando vom US-Landwirtschaftsministerium.

Ähnliche Antioxidantien haben Forscher bisher nur in Weintrauben und im Rotwein entdecken können. Nach Untersuchungen anderer Wissenschaftler könnte der Wirkstoff Pterostilben auch gegen Diabetes und gegen Krebs eingesetzt werden. "Wie viele Heidelbeeren jemand essen muss, damit diese Wirkung einsetzt, ist bis jetzt nicht geklärt", so Rimando. "Dazu müssen weitere Untersuchungen am Menschen erfolgen."

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