Neuraltherapie – die Akupunktur des Westens

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Die Segmenttherapie, auch therapeutische Lokalanästhesie genannt, stützt sich auf die von Sir Henry Head (1861-1940) definierten Headschen Zonen und die von Sir Morell Mackenzie (1837-1892) entdeckten cutiviszeralen Reflexbögen. Ausgehend von Mackenzies Beobachtungen, dass es Verbindungen zwischen den Nerven der Haut und den vegetativen Nerven der inneren Organe gibt (cutiviszerale Reflexbögen), ordnete Head jedem Körperabschnitt ein bestimmtes Hautareal zu - die Head-Zone. Ist die Haut in einer bestimmten Zone sehr empfindlich, kann auf eine Erkrankung des dazugehörigen Organs geschlossen werden. So schmerzt z.B. die rechte Schulter bei Gallenleiden oder der linke Arm bei einem Herzinfarkt.
Bei der Segmenttherapie werden Lokalanästhetika meist mittels Hautquaddeln direkt in das von der Krankheit betroffene Körpersegment eingebracht. Bedingt durch die Wechselwirkungen zwischen den Nerven der Hautschichten und inneren Organen werden die durch Lokalanästhetika gesetzten Reize direkt an die betroffenen Organe weitergeleitet. Das vegetative Nervsystem wiederum sorgt dafür, dass sich das Lokalanästhetikum im ganzen Segment verteilt. Es kommt zur Heilung, zumindest aber zur Linderung der Beschwerden.

Wenn die Segmenttherapie nicht hilft, wird mit der Störfeldtherapie weitergearbeitet. Sie sucht nach dem eigentlichen Grund einer Symptomatik, der sich oftmals in weit entfernten Organen oder Körperbereichen befindet. Jedes Gewebe, das durch frische oder abgelaufene Entzündungen, Verletzungen oder Narben verändert ist kann zum Störfeld werden. Die Zellen von erkrankten Geweben haben einen anderen bioelektrischen Zustand als gesundes Gewebe. Sie sind, ähnlich wie eine erregte Nervenzelle oder angespannte Muskelzelle, depolarisiert und wirken daher wie ein Störsender auf die verschiedensten Funktionen im Körper, die sie nachhaltig beeinträchtigen können. Oft leidet der Patient dann an scheinbar nicht zusammenhängenden Erkrankungen. So kann z.B. eine bereits verheilte Narbe am Bein oder ein vereiterter Zahn die Ursache für quälende, oft chronische Schulterschmerzen sein.

Wird in das erkrankte Gewebe nun ein Lokalanästhetikum, wie Procain oder Lidocain eingebracht, entweder durch Unterspritzen der Narbe oder direkte Infiltration in das geschädigte Gewebe kommt es zu einer Repolarisation in den Zellen, also zum bioelektrischen Normalzustand. Sobald der Störsender beseitigt und damit der Störkreislauf unterbunden ist, kann sich der Körper mit seinem empfindlichen Regulationssystem selbst heilen. Möglich wird das, weil die Grundsubstanz der Zellen eng mit dem im ganzen Körper verteilten vegetativen Nervensystem, speziell dem Sympathikus, vernetzt ist. Über das vegetative Nervensystem werden nicht nur Informationen über Störungen, sondern auch über nun wieder einwandfrei arbeitende Zellen blitzschnell weitergeleitet und die Reparationsvorgänge in Gang gesetzt.

Pearl of Sea

Seit Anfang Mai gibt es einen luxuriösen Duft, der überall und jederzeitzum Einsprühen einlädt und den Körper zart schmeichelnd ...