Die Wiederentdeckung des Schwarzkümmel als Heilpflanze

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Sie hatte Dressurgeschichte geschrieben und eine ganze Reihe wertvoller Preise gewonnen. Doch plötzlich wurde die Stute mit dem schönen Namen Baronesse von schwerem Asthma befallen. Ihr Besitzer, der Münchener Immunologe Dr. Schleicher, suchte in einer dramatischen Aktion unter Pferdezüchtern im Nahen Osten nach einer alternativen Heilmethode für sein kostbares Pferd. Er wollte den obligatorischen Kortisoneinsatz wegen der gefürchteten schweren Nebenwirkungen in jedem Fall vermeiden.

Die Hilfe kam aus Ägypten. Von Kairo aus wurde ein Säckchen mit aromatischen schwarzen Samen eingeflogen. Sie sollten dem Futter beigemischt werden. Tatsächlich konnte Baronesse schon nach wenigen Tagen aufatmen. Das Heilmittel, mit dem Araberpferde seit Jahrhunderten behandelt wurden, hatte ihr geholfen: Haba el Baraka - der "segensreiche Samen". Lateinisch heißt er "nigella sativa", auf deutsch "Schwarzkümmel".

So gelangte das orientalische Gewürz in eine deutsche Arztpraxis und damit in die Humanmedizin. Der erste Patient, bei dem es angewandt wurde, war ebenfalls ein großes Tier: der langjährige Innenminister Dr. Friedrich Zimmermann von der CSU. Nachts musste

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