Rotklee gegen klimakterische Beschwerden

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Da die Wirkungsweise von Rotklee ebenfalls auf Phytoöstrogenen basiert, stellt sich nun die Frage, inwieweit auch Rotklee krebserregende Nebenwirkungen hat. Zur Beantwortung dieser Frage empfiehlt sich die genauere Betrachtung der vier wichtigen Isoflavone. Bei Rotklee nehmen die Isoflavone Formononetin und Biochanin A den größten Anteil ein. In Soja sind vor allem Genistein und Daidzein enthalten. Bisher wurde die störende Wirkung von Phytoöstrogenen auf das Zellwachstum allein für Genistein untersucht. Für dieses wurden wachstumsfördernde Effekte auf Brustkrebszellen beschrieben. In den gängigen Rotklee-Präparaten nimmt das Genistein mit 4 Prozent jedoch einen nur sehr kleinen Anteil ein. Eine negative Wirkung von Rotklee ist also unwahrscheinlich. Generell sind bisher von Rotklee keine negativen Wirkungen bekannt.

Fazit: Bei erheblich ausgeprägten, schweren Formen von Wechseljahresbeschwerden ist im Hinblick auf eine rasche Beschwerdenminderung sicherlich eine Hormonersatztherapie wirkungsvoller. Wegen des Nebenwirkungspotentials sollte diese aber solchen schweren Beschwerdebildern vorbehalten und zudem streng zeitlich begrenzt bleiben. Bei leichten bis mittelschweren klimakterischen Beschwerden sollten dem heutigen Kenntnisstand entsprechend Phyto“hormon“-Präparate wegen des geringen Nebenwirkungspotentials bevorzugt werden.

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