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Zufuhr/Versorgungastatus
Viele Wissenschaftler schreiben der Zufuhr von an Beta-Carotin reichen Früchten und Gemüsen einen schützenden Effekt bei der Entstehung bestimmter Krebsarten zu. Eine hohe Zufuhr bzw. ein sehr guter Versorgungsstatus dieses Nährstoffes wird mit einem verringerten Auftreten bestimmter Krebsformen, besonders dem Lungenkrebs, in Zusammenhang gebracht. Risikogruppen für einen niedrigen Beta-Carotin-Status
Da es sich inzwischen wissenschaftlich bestätigt hat, daß der BetaCarotin-Bedarf wesentlich höher liegt als früher angenommen wurde, ist man heute davon überzeugt, daß viele Menschen nicht genügend BetaCarotin mit der Nahrung aufnehmen. Obwohl dies für den größten Teil der Bevölkerung gilt, gibt es spezielle Gruppen, bei denen man stark abgesunkene Beta-Carotin-Spiegel im Blut festgestellt hat. Dazu gehören regelmäßige Raucher und Alkoholkonsumenten sowie schwangere und stillende Frauen. Die Carotinold-Spiegel im Blut sind grundsätzlich niedrig unter dem Einfluß von Krankheiten, bei denen die Fettresorption beeinträchtigt ist, z.B. Sprue und Gelbsucht. Andere Krankheiten wie Leberzirrhose und Rheumatismus beeinflussen das Beta-Carotin-Gleichgewicht ebenfalls negativ.
Empfehlungen für die tägliche Zufuhr
Die Zufuhr von Beta-Carotin aus Lebensmitteln ist inzwischen Bestandteil der RDA (Recommended Dietary Allowances = Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr) für Vitamin A in den USA. In der Bundesrepublik Deutschland wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für gesunde Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 0,8 bis 1,1mg Vitamin -A empfohlen - ohne die BetaCarotin-Aufnahme explizit zu berücksichtigen. Für schwangere und stillende Frauen wird ein Mehrbedarf von 300 RE bzw. 1.000 RE angegeben. Bei Kindern lautet die Empfehlung je nach Alter von 400 RE für Kleinkinder bis 900 RE für 10- bis 12jährige. Untersuchungen in den USA beispielsweise haben ergeben, daß etwa die Hälfte des Vitamin A das über die durchschnittliche Ernährung zugeführt wird, aus BetaCarotin stammt. Nach Berechnungen auf der Basis der Verbrauchsstatistiken des Ernährungsberichts 1984 der DGE werden in der Bundesrepublik nur ca. 20 Prozent des Vitamin A über Beta-Carotin zugeführt. Gemäß den Ernährungsempfehlungen des NCI (National Cancer Institute) der Vereinigten Staaten liegt das ideale Verhältnis Beta-Carotin/ Vitamin A im Lebensmittelverzehr bei 90:10. Beta-Carotin hat aber nicht nur Provitamin-A-Funktion, sondern ist wie Studien belegen - auch ein eigenständiger Mikronährstoff. Gleichwohl existieren noch keine offiziellen Daten für die Höhe des Beta-Carotin-Tagesbedarfs. Trotzdem befürworten wissenschaftliche und staatliche Organisationen wie das NCI und das amerikanische Landwirtschaftsministerium den Verzehr von Beta-Carotin-reichen Nahrungsmitteln. Die vorgeschlagenen Mengen entsprechen einem Mehrfachen des durchschnittlichen Beta-Carotin-Wertes, der in der Ernährung der US-Bürger erreicht wird. Die Durchschnittsnahrung in Amerika enthält ungefähr 1,5 mg Beta-Carotin täglich, wohingegen die NCI-Empfehlungen umgerechnet einer Menge von ungefähr 6 mg pro Tag entsprechen.