Donau-Kreuzfahrt: Römische Größe am Eisernen Tor

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Teil 1: Im Walzertakt durch halb Europa
Teil 2: Auf der Donau Wellen bergan
Teil 3: Römische Größe am Eisernen Tor
Teil 4: Wien-Wachau-Passau
Schon bald hinter der bulgarischen Hafenstadt Vidin beginnt sich die eintönige Landschaft zu verändern. Kleine Ortschaften am Fluss künden von Leben, Kühe und Schafe weiden auf den bis ans Ufer reichenden Wiesen, im Sommer kann man in den kleinen Buchten des Flusses zeltende Badegäste beobachten. Das bis hier her flache, fast nur von Buschwerk und Laubwäldern umsäumte Ufer, wird hügelig, der Laubwald weicht langsam den Nadelbäumen, weithin sichtbare Kirchtürme künden von bewohnten Orten.

Dakerfürst Decebal in Stein gemeißeltAls absoluter Höhepunkt einer Donaureise gilt die Passage des Eisernen Tores. Durch den Staudammbau sowie dank der gigantischen Doppelschleusenanlagen von Derdap, die selbst hochseetüchtige Schiffe aufnehmen können, und nach Sprengung der gefährlichen Felsenriffe gezähmt, hat es seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts seinen Schrecken verloren.

Drobeta-Turnu-Severin ging in die Geschichte schon vor Jahrtausenden ein, denn hier ließ der römische Kaiser Trajan in dreijähriger Arbeit eine, nicht nur für die damalige Zeit, gigantische Brücke über die ungestüm dahin fließende Donau errichten. Etwas weiter Donau aufwärts kündet noch heute die Trajanstafel vom römischen Brückenbauer. Und es ist wohl kein Zufall, dass hier, in der Enge von Kazan, ziemlich genau gegen über der Trajanstafel, uns heute der grimmig blickende  entgegenblickt. Das privat finanzierte Denkmal ist allerdings keine historische Sehenswürdigkeit, sondern wurde erst vor einige Jahren errichtet. Der Sage nach erlag Decebal hier mit seinen Truppen der römischen Übermacht und beging nach verlorener Schlacht Selbstmord.

Ende oder Anfang, je nachdem in welcher Richtung man das Eiserne Tor passiert, bildet die teilweise im hier aufgestauten Donauwasser versunkene Festung Golubac.

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