Istrien: Grüne Hügel, rote Erde, weiße Trüffel – und Guido

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IstrienGuido - lebendiges Synonym für kulinarische Genüsse
Ein nimmermüder Verfechter dieser Art von Tourismus ist Guido - er lebt, nein, er ist Istrien, auch wenn seine Wiege einst irgendwo in Österreich stand und er eigentlich „...nur als Reiseleiter eines Busunternehmens..." vor Jahrzehnten nach Istrien kam und dann die Strasse der Rückkehr nicht mehr fand oder sagen wir besser, nicht mehr finden wollte. Guido Schwengersbauer kennt buchstäblich jeden Stein auf der Halbinsel. Kein Restaurant, kein Markt, kein Kleinunternehmer, kein Ferienhaus, welches er nicht persönlich mit Namen kennt und über das er nicht eine Anekdote erzählen kann. Sein ganz persönliches Glück hat er sich übrigens mit dem Hotel-Restaurant Casa Romantica La Parenzana geschaffen. Das Lokal nahe der einstigen Parenzana-Bahn-Trasse gelegen, ist ein nicht nur bei einheimischen Genussmenschen beliebter Treffpunkt und an Wochenende fast immer ausgebucht.

Parenzana Bahn-Trasse
Nach mehr als siebzigjährigem Dornröschenschlaf sorgt die zu Monarchiezeiten erbaute Bahntrasse durch eine der schönsten Landschaften Istriens im  Rahmen eines EU-Projektes wieder für Bewegung. Zwischen den Hafenstädten Koper und Porec erstreckt sich die grenzüberschreitende „Route der Gesundheit und Freundschaft" über 38 slowenische und 60 istrische Streckenkilometer und kann sowohl als herausfordernde Bikestrecke, als auch zum Wandern und Spazieren genutzt werden. Einst verband die Bahnlinie die Weingüter an der Küste, brachte die geernteten Rebensafte zu den Verladestationen, um sie weiter gegen Wien zu verschicken.

Istrien - Europas Delikatessen-Kochtopf
Istrienfans schwärmen vom überall aus der roten Erde schießenden wilden Spargel, der im Frühling gepflückt wird und in Salat, Risottos, Eierspeisen zartbitter zum Einsatz kommt. Und sie träumen von schwarzen Trüffeln, die Hundenasen ab Anfang Mai aus dem  Boden erschnüffeln. Der Höhepunkt des istrianischen Genussjahres jedoch beginnt Mitte September und findet erst gegen Ende Januar  sein Ende. Solange sind im Mirnatal etwa 1000 Istrianer mit ihren Hunden auf Trüffelpirsch, um in den Eichenwäldern des Mirnatales nach der kostbaren Aromaspezialität und ihrem König, dem „Tuber magnatum pico", der weißen Trüffel zu suchen. Und für Kenner ist es keine Frage - dieser König der Trüffel kann es ohne weiteres mit jenem aus der italienischen Region um Alba im Piemont aufnehmen.

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