Bewegen!
Wenig belasten
Das Maß an Bewegung hat direkte Auswirkungen auf die Nährstoffversorgung des
Knorpels und die Gelenkstabilisierung der Muskeln, weshalb Sport sowohl als
vorbeugende als auch therapeutische Maßnahme eine bedeutende Rolle spielt.
Ernährung des Gelenkknorpels
Da der Gelenkknorpel keine
Blutgefäße besitzt, erfolgt seine Nährstoffversorgung ausschließlich über die
Gelenkflüssigkeit, die von der Gelenkinnenhaut produziert wird und zugleich als
„Schmiermittel“ dient. Bei einer Bewegung des Gelenks und der folglich
stärkeren Durchblutung der Gelenkinnenhaut werden zum einen vermehrt Nährstoffe
in die Gelenkflüssigkeit abgegeben, so dass diese besonders reichhaltig den
Knorpel umspült. Zum anderen wird die Gelenkflüssigkeit mit jeder Bewegung an
den Knorpel gepumpt, der auf diese Weise optimal versorgt wird.
Muskelaufbau
Der
Knorpel hat neben seiner Schutz- und Gleitfunktion im Gelenk ebenfalls die
Aufgabe eines Stoßdämpfers. Er fängt Sprünge auf und federt starke Belastungen
ab. Unterstützung erhält er dabei von den umgebenden Muskelgruppen, die dem
Gelenk Halt geben und es entlasten. Je stärker die Muskeln sind, beispielsweise
die Oberschenkelmuskulatur für das Kniegelenk, desto eher können sie ihre
stabilisierende Funktion ausüben. Der Knorpel wird folglich weniger beansprucht
und abgenutzt
Risikofaktor Bewegungsmangel
Neben dem natürlichen
Alterungsprozess, Fehlbelastung oder Übergewicht ist Bewegungsarmut als eine Ursache für den Knorpelabbau nicht zu
unterschätzen. Sowohl das Absterben von Knorpelzellen durch ungenügende Nährstoffversorgung
als auch die Überbelastung des Knorpels durch fehlende Muskelunterstützung fördern
einen schnellen Gelenkverschleiß.
