Hobbysportler immer häufiger mangelernährt

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Unter der Bezeichnung Anorexia Athletica verbirgt sich nichts anderes, als die fatale Fehlmeinung, dass nur ein abgemagerter Körper hobbymässig betriebene sportliche Höchstleistungen hervor zu bringen im Stande sei. Denn diese stehen für viele Männer heute auf Platz eins ihrer Wunschliste.

Daraus resultieren schädliche Verhaltensweisen wie extreme Diäten in Kombination mit übertriebenem Bewegungstraining. Sie haben eine riskante Mangelversorgung des Körpers im Schlepptau. Diese Sport-Magersucht findet im modernen Leistungs- und Körperkult einen idealen Nährboden. Männer zwischen Ende 30 und 50 Jahren sind besonders häufig betroffen. Das gilt insbesondere dann, wenn sie Erfolgsprobleme im beruflichen Bereich haben, so die Erfahrung von Sportpsychologen der Deutschen Sporthochschule Köln. Das Hungern und die sportliche Leistung sollen dann kompensieren, was anderswo fehlt.

Doch die Sport-Magersucht ist auch schon unter jüngeren Männern verbreitet. Ihnen fehlen nach aktuellen Erkenntnissen viele essenzielle Nährstoffe: Vitamin D, Eisen, Jod, Folsäure oder Kalzium etwa. Bereits Kinder sind schon von der neuen Krankheit betroffen, warnen auch Kinder- und Jugendärzte von der Universität Graz. Bei ihnen wird das Wachstum beeinträchtigt und das Knochenskelett irreparabel geschädigt.

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