Altersschwerhörigkeit I

Die Altersschwerhörigkeit, im Mediziner Latein auch als "senile Presbyacusis" bezeichnet, muss eigentlich als Altershörigkeit bezeichnet werden und die einschlägige Literatur verwendet auch beide Begriffe gleichermaßen. Gemeint ist damit jedoch immer die Verminderung des Hörvermögens im Alter. Wenig bekannt ist hingegen, dass diese Schwerhörigkeit bereits kurz nach dem 20 Lebensjahr auftreten kann und der Grad des Hörverlustes beträchtliche Schwankungen aufweist. In der Regel fallen dabei zunächst die hohen Frequenzen und allmählich auch die tieferen weg. Es gibt Betroffene, die bereits mit 60 Jahren praktisch taub sind. Generell werden Männer von der Altersschwerhörigkeit mehr betroffenen als Frauen.

Ausgelöst wird die Altersschwerhörigkeit in eine von innen oder durch äußerliche Einwirkung entstandene krankheitserregende Ursache, welche das Hörorgan schädigt. Die im Alter auftretende Schwerhörigkeit zählt fast zu den Regelmäßigkeiten, auch wenn die Schwankungsbreiten sehr groß sind. Folgende Ursachen werden dafür verantwortlich gemacht:

 

  1. Eine Degeneration der äußeren Haarzellen
  2. Kalkablagerungen und Ablagerungen von Neutralfetten in der Basilarmembran
  3. Verdickte Gefäßwände
  4. Schwund der Ganglienzellen
  5. Degenerative Veränderungen im inneren und äußeren Gehörgang

Eine Verbesserung des Hörvermögens im Alter kann, wenn überhaupt, daher nur mit einer über einen längeren Zeitraum durchgeführten Behandlung erreicht werden.

 

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