Die Bläschenbildung in Schach halten
Wenn's im Bereich der Lippen so seltsam zwickt, juckt oder brennt, so folgen häufig innerhalb von Stunden an derselben Stelle Gruppen kleiner, mit heller Flüssigkeit gefüllter Bläschen. Ein Lippenherpes oder Herpes labialis ist entstanden. Die Bläschen neigen dazu, nach kurzer Zeit aufzubrechen und ihren Inhalt zu entleeren. Besonders unangenehm aber sind die Schmerzen, die sie verursachen, und die können ganz schön an den Nerven zerren.
Das Virus nutzt eine Schwäche aus
Das gilt um so mehr, als diese Bläschen eben gerade in Situationen auftreten, in denen die körperliche Verfassung und das Nervenkostüm bereits beeinträchtigt sind. In Frage kommen beispielsweise:- fiebrige Erkrankungen (daher auch der Name »Fieberbläschen«),
- psychische Belastungen, aber auch körperliche Überforderung,
- stressige Zeiten oder deren Nachwirkungen,
- eine Situation, in der man ein starkes Ekelgefühl empfunden hat,
- hormonelle Schwankungen, beispielsweise während Menstruation oder Schwangerschaft,
- ausgiebige Sonnenbestrahlung,
- Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken.
Die Bläschenbildung in Schach halten
Die Behandlung ist um so effektiver, je früher sie einsetzt. Gehört man zu den Menschen, bei denen sich die Bläschen nicht durch Brennen, Kribbeln oder dergleichen ankündigen, so sollte man trotzdem reagieren, wenn sich erste Hauterscheinungen zeigen.Achten Sie aber darauf, sich vor und nach dem Auftragen eines geeigneten Präparates gründlich die Hände zu waschen. Denn die Bläschen enthalten Viren, die auf andere Körperstellen übertragen werden können. Sind die Bläschen eingetrocknet und ist Schorf entstanden, sollten Sie sie nicht aufkratzen. Denn sonst könnten unschöne Narben entstehen. Unkomplizierte Lippenbläschen können Sie selbst behandeln.




