Aber gerade auch in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge gilt es, Herzrhythmusstörungen eine größere Beachtung zu schenken. Denn durch sie verliert die deutsche Wirtschaft jährlich rund 370.000 Arbeitsjahre. Allein wegen des Vorhofflimmerns und -flatterns fielen im Jahr 2008 pro 100 Krankenkassen-Mitglieder 33 Arbeitstage weg.
"Es ist damit zu rechnen, dass durch die Zunahme an chronisch Herzkranken und durch das zunehmende Durchschnittsalter der Beschäftigten die Zahl der Patienten mit Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern in den kommenden Jahrzehnten steigen werden", sagt Prof. Paulus Kirchhof, Kardiologe am Universitätsklinikum Münster.
"Diese Krankheiten sollten auch aufgrund der manchmal schweren Folgeerscheinungen daher in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge stärker in den Fokus rücken."
Allerdings spüren im Anfangsstadium viele an Vorhofflimmern Erkrankte keine Symptome, zumal das Herz nur gelegentlich aus dem Takt gerät.
Mit der Zeit treten die Rhythmusstörungen jedoch häufiger auf und die Episoden werden länger, bis das Vorhofflimmern schließlich zum chronischen Leiden wird. "Wer das Gefühl hat, dass das Herz häufiger aus dem Takt gerät, sollte zunächst seinen Puls fühlen. Wenn gelegentlich ein unregelmäßiger Puls vorliegt, ist ein Arztbesuch sinnvoll", empfiehlt der Kardiologe. Vorhofflimmern gilt bereits heute als eine der häufigsten Ursachen für Arztbesuche und Klinikaufenthalte.





