Aktion „Schmerzens-Wunsch“: Jedem Schmerzpatienten eine Stimme

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Den täglichen Einkauf erledigen, eine Theatervorstellung ansehen, mit den Kindern im Garten spielen oder einen Beruf ausüben: Alltägliche Tätigkeiten wie diese sind bei Schmerzpatienten meist stark eingeschränkt. Denn die Schmerzen bestimmen ihren Tagesablauf. Deshalb ziehen sich Menschen mit chronischen Schmerzen häufig zurück und nehmen nicht mehr aktiv am Leben teil. Indem sie ihre Freunde, Familie und Hobbys vernachlässigen, werden sie einsam. So wirken die Schmerzen auf Dauer zermürbend und führen zur sozialen Isolation.

Aktion Schmerzens-WunschEtwa 15 Millionen Menschen in Deutschland geht es so. Sie leiden an chronischen Schmerzen, also an Schmerzen, die monate- oder jahrelang immer wieder auftreten oder ständig vorhanden sind. Verursacht werden diese Schmerzen meistens durch Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rückenleiden, Osteoporose, Rheuma, Arthrose oder Arthritis. Aber auch Erkrankungen des Nervensystems und Tumorerkrankungen können zu chronischen Schmerzen führen. Aber nur bei jedem fünften Schmerzpatienten werden die Schmerzen ausreichend gelindert. Und das, obwohl in den vergangenen Jahren nennenswerte Fortschritte auf dem Gebiet der Schmerztherapie erzielt wurden und effektive sowie sehr gut verträgliche Schmerzmittel zur Verfügung stehen. Doch die Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitssystem machen es Ärzten schwer, den Wunsch der Patienten nach Schmerzlinderung zu erfüllen und so deren Lebensqualität zu erhöhen. Denn um Kosten zu sparen, fördern Neuerungen wie der Gesundheitsfonds, Rabatt- und Hausarztverträge eine Arzneimittelverordnung nach Preis statt nach wissenschaftlichem Standard. Das Wohl der Patienten gerät dabei in den Hintergrund.

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