Einen Überblick über die Symptome und mögliche Behandlungsmethoden der pAVK gibt der nachfolgende Beitrag von PD Dr. med. Kai Wilhelm von der Radiologische Universitätsklinik Bonn. Er erklärt, wie die Erkrankung erkannt werden kann und nennt die relevanten Risikofaktoren sowie mögliche Behandlungsmethoden.
Was sind die Symptome?
Zwei Drittel der Betroffenen wissen meist nichts über ihre pAVK, die auch als Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) oder, aufgrund des Risikofaktors Rauchen, auch als Raucherbein bezeichnete Verengungen der Beinarterien. Da die Krankheit vor allem in der „stillen Anfangsphase" keine spürbaren Symptome hat, ist die Besorgnis, dass pAVK zu der Volkskrankheit dieses Jahrhundert wird, gegeben.
Eine der häufigsten Hinweise auf die pAVK sind starke Schmerzen im Bein, die beim Laufen und durch eine Minderversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff auftreten. Viele verwechseln diese Beschwerden mit altersbedingten Schmerzen und suchen deshalb nicht ihren Arzt auf, wodurch sich die pAVK verschlimmern kann. Die Symptome im Frühstadium sind jedoch behandelbar. Bleibt die Krankheit unbehandelt, steigt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen, sowie das Herzinfarkt- und Schlaganfallsrisiko erheblich.
Auf die folgenden Symptome sollte geachtet werden, wenn eine pAVK- Diagnose vermutet wird:
- Krampfartige Schmerzen beim Gehen in dem betroffenen Bein
- Zunehmendes Kälte- und Taubheitsgefühl im betroffenen Bein
- Blasse Haut beim Anheben des Beins, was auf eine schlechte Durchblutung hinweist
- Schwacher oder kaum tastbarer Puls am betroffenen Bein
- Eine niedrigere Temperatur im betroffenen Bein im Vergleich zum gesunden
- Fehlender oder verlangsamter Haarwuchs am betroffenen Bein, trockene und schuppige Haut, sowie vermindertes Wachstum der Fuβnägel
- Im fortgeschrittenen Stadium: Ruheschmerzen beim Liegen und Schlafen. Besserung der Beschwerden, wenn das Bein herunter hängt
- Sowie Gewebeverletzungen und örtliches Absterben von Gewebe (Gangrän).





