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Der Gleichgewichtssinn
An der Gleichgewichtswahrnehmung nehmen einige Sinnesorgane teil, die ein genaues Zusammenspiel erfordern, damit die richtigen Nervenimpulse zu verschiedenen Gehirnzentren weitergeleitet werden können und dadurch eine ungestörte Orientierung im Raum möglich wird.
- Vestibuläres System: Gleichgewichtsapparat im Innenohr. Die drei Bogengänge sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die bei Bewegungen des Kopfes in Fluss gerät. Härchen, die in die Flüssigkeit reichen, werden erregt und diese Impulse an das Gleichgewichtszentrum im Stammhirn weitergeleitet.
- Visuelles System: Das Auge vermittelt ein Abbild der Umwelt.
- Sensibles System: In Gelenken, Muskeln sind Fühler (Propriorezeptoren), die über die Lage des Körpers im Raum, den Kontakt zum Boden informieren.
Wenn die Informationen von diesen Sinnesorganen unkoordiniert zum Gehirn gelangen, tritt dort das Gefühl „Schwindel“ auf, obwohl die Ursache in einem anderen Teil des Organismus liegt. Als Folge von Vertigo können noch Übelkeit, Taumeln, Schwarzsehen, Schweißausbrüche... dazukommen.
Die Gehirnzentren der Raumorientierung sind eng mit dem limbischen System verbunden, woraus sich Zusammenhänge von Schwindel und Angst ergeben.
Einteilung
Nach Dauer
- Sekundenschwindel (Lagerungsschwindel): oft nur Sekundenbruchteile
- Anfallschwindel: Minuten bis Stunden
- Dauerschwindel: Tage bis Woche





