Multiple Sklerose - eine duale Erkrankung

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Multiple SkleroseDer Verlauf und das Erscheinungsbild der Erkrankung können stark variieren. Kein Wunder, dass die MS daher auch als "Krankheit mit 1.000 Gesichtern" bezeichnet wird. Hinzu kommt auch, dass die Wissenschaft - trotz großen Einsatzes der Forscher - das Rätsel um die Ursachen der MS bis heute nicht endgültig lösen konnte. Und ein weiterer Anteil von negativen Reaktionen gegenüber MS-Betroffenen rührt sicher daher, dass die Begegnung mit einer Erkrankung wie MS vielen Menschen Angst macht. Die Unsicherheit ist groß und in unserer leistungsorientierten Gesellschaft neigen wir eher dazu, unangenehme Themen wegzuschieben und zu ignorieren anstatt uns damit zu befassen.

Unsicherheit und Angst lassen sich durch sachliche Aufklärung mindern, wenn nicht sogar auflösen. Mit den folgenden Informationen sollen die häufigsten Vorurteile und falsche Vorstellungen über die Erkrankung Multiple Sklerose ausgeräumt werden.

MS ist...

  • NICHT Muskelschwund
  • NICHT ansteckend
  • KEINE psychische Erkrankung
  • NICHT tödlich
  • KEIN Hindernisgrund, um Kinder zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die MS-Erkrankung an die Kinder weitergegeben wird, ist mit 1 bis 5 % sehr gering. Es ist jedoch anzunehmen, dass Kinder die Veranlagung, MS zu entwickeln, erben können. Denn eine erbliche Beeinflussung, die sogenannte Prädisposition, wird für MS als gesichert angesehen.
  • KEINE Alzheimer-Erkrankung. Im Laufe der MS kann es zwar zu kognitiven Problemen, beispielsweise einem gestörten Kurzzeitgedächtnis, kommen, doch MS-Betroffene können sich mit Gedächtnisstützen helfen. Auch ihr Intelligenzniveau bleibt gleich. Manche MS-Patienten brauchen nur etwas länger, um sich an neue Situationen zu gewöhnen, und müssen ihre Energie für geistige Aufgaben etwas mehr einteilen als Nicht-Betroffene.

„Wer rastet, der rostet“

Etwa 16 Prozent der Frauen und Männer in westlichen Ländern sterben vorzeitig, weil sie sich zu wenig bewegen. Hierauf wies ...