Seite 1 von 2
Erste Seite | Vorherige Seite | Nächste Seite | Letzte Seite
Vor allem falsche Ernährungsgewohnheiten spielen bei der Entstehung vom Magenkrebs eine nicht unbedeutende Rolle. So weiss man heute, dass
- Mangel an frischem Obst und Gemüge
- der Genuss stark gepökelter, geräucherter oder gesalzener Speisen
- Rauchen
- übermässiger Alkoholgenuss
- Infektion mit Heliobacter pylori bzw. Epstein-Barr-Virus
- erbliche Disposition
- Übergewicht
zu den Auslösefaktoren zählen können. Da Magenkrebs im Frühstadium praktisch keine Beschwerden verursacht, wird er häufig zu spät und nicht selten zufällig gefunden. Bei folgenden Symptomen sollte auf ein Magenkarzinom untersucht werden:
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Plötzlicher Gewichtsverlust
- Schluckbeschwerden
- Druckgefühl im Oberbauch
- Oberbauchschmerzen
- Starke Abneigung gegen Fleisch oder andere Speisen
- häufige Blähungen
- schwarz gefärbter Stuhl bei Darmentleerung
- Bluterbrechen
- Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
- Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Gewebeentnahme und Untersuchung der entnommenen Gewebeprobe auf Krebszellen
- Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel werden heute zunehmend unterlassen, da die Gastroskopie sicherere Ergebnisse erzielt
- Computertomographie oder MRT zur Einschätzung der Ausdehnung des Tumors und eventueller Metastasen (Staging)
- Tumormarker geben Hinweise auf die Verbreitung und werden zur Verlaufskontrolle regelmäßig eingesetzt
- Magenkarzinome metastasieren häufig über die Lymphbahnen in einem Lymphknoten über dem linken Schlüsselbein, die so genannte Virchow-Drüse, die dann vergrößert und hart erscheint
TNM-Klassifikation des Magenkrebs
Die Einteilung der Erkrankung in die verschiedenen Stadien erfolgt nach dem so genannten TNM-System. Dabei bezeichnet T die Tumorgröße, N (für Nodus = Knoten) die Anzahl der befallenen Lymphknoten und M das Vorliegen von Metastasen (Tochtergeschwülsten):
T1 Tumorzellen sind nur in der oberen Magenschleimhaut und dem darunter liegenden Bindegewebe zu finden (Synonym: Frühkarzinom)
T2 Tumorzellen sind in der Magenschleimhaut, dem darunter liegenden Bindegewebe und der Magenmuskulatur vorhanden
T3 Tumorzellen haben sich über die Magenmuskulatur auf die dünne Bindegewebsschicht in der Bauch- und Brusthöhle [Serosa) ausgedehnt ohne benachbarte Organe zu erfassen
T4 Auch benachbarte Organe sind bereits vom Tumor erfasst worden (Milz, Dickdarm, Leber, Zwerchfell, Bauchwand, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Nebennieren)
N1 Metastasen in ein bis sechs lokalen Lymphknoten
N2 Metastasen in sieben bis 15 lokalen Lymphknoten
N3 Metastasen in mehr als 15 lokalen Lymphknoten
M1 Fernmetastasen





