500000 Tote jährlich durch Lungenembolien

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Bei der Vorstellung der Studienergebnisse auf einer Veranstaltung von sanofi-aventis Anfang Oktober in Paris erklärteProf. Alexander T. Cohen, King´s College Hospital: „Es besteht die klare Notwendigkeit, Präventivmaßnahmen zu ergreifen, denn die meisten Todesfälle durch Lungenembolien könnten verhindert werden“.

„Die VITAE-Studie hat gezeigt, dass durch Thromboembolien mehr Menschen jährlich versterben als an Brustkrebs, Prostatakrebs, AIDS und Verkehrsunfälle zusammen“, so Cohen. Die VITAE – Studie ist der erste länderübergreifende Versuch, das Ausmaß der thrombembolischen Ereignisse in der EU zu beziffern. Die klinische Datenlage, so Cohen, sei aufgrund der Tatsache, dass die Krankheit oftmals stumm und damit unentdeckt verlaufe, unzureichend. Die meisten tödlichen Lungenembolien blieben unentdeckt, weil es nicht zu einer Obduktion der Patienten komme. Das für die VITAE-Studie initiierte Expertengremium hat deshalb alle aus epidemiologischen und klinischen Studien sowie den Autopsiedaten ein Modell erarbeitet, dass eine Schätzung der thrombembolischen Ereignisse in den 25 EU-Mitgliedsländern erlaubt.

„Das Problem der Thrombembolie besteht darin“, so Cohen, „dass es sich häufig um eine stumme Krankheit handelt, deren erste Manifestation aber bereits tödlich sein kann. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer leitlinienbasierten Prophylaxe.“ Wenn Risikopatienten eine effektive Prophylaxe erhielten, könnten die meisten Todesfälle vermieden werden.

Venöse Thromboembolien (VTE) führen zu zwei schwerwiegenden Krankheitsbildern: Die tiefe Beinvenenthrombose (DVT) und die Lungenembolie (PE). DVT entsteht durch die Ablagerung von Blutgerinnseln in den tiefen Beinvenen, die meistens in der Wade oder dem Oberschenkel lokalisiert sind. Die Blutgerinnselkönnen die Venen teilweise oder komplett verschließen. Damit ist der Rückfluss des Blutes zum Herzen schwer beeinträchtigt, es kommt zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung des betroffenen Beins.

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