Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben trotz aller Fortschritte mit Abstand die Todesursache Nummer Eins in den westlichen Industrienationen. Manche der dafür verantwortlichen Risikofaktoren (erhöhte LDL-Cholesterinkonzentration, Hypertonie (Bluthochdruck) und Rauchen)sind seit langem bekannt, doch wird immer deutlicher, dass man auch weitere Risikofaktoren und vor allem deren gleichzeitiges Auftreten berücksichtigen muss. Insbesondere die Abdominale Adipositas, bei der die Betroffenen zu viel Inneres Bauchfett haben, kommt bei immer mehr Menschen vor. Äußerlich sichtbares Kennzeichen für dieses Krankheitsbild ist ein erhöhter Bauchumfang Bauchumfang (Männer höchstens 102 cm, Frauen 88 cm). Die INTERHEART-Studie hat gezeigt, dass die Abdominale Adipositas ein unabhängiger Risikofaktor für einen Herzinfarkt ist.
Ein erhöhter Bauchumfang geht mit weiteren Risikofaktoren wie Insulinresistenz (Unempfindlichkeit gegenüber Insulin) und erhöhten Blutzuckerwerten, erhöhten Triglyzerid-, LDL- und zu niedrigen HDL-Cholesterin-Konzentrationen sowie einem erhöhten Blutdruck einher. Ursache dafür ist die hohe Stoffwechselaktivität des bei der Abdominalen Adipositas vermehrten Inneren Bauchfetts. Dieses Fett produziert eine Vielzahl von Substanzen, die unter anderem Blutzucker, Blutfette und Blutdruck nachteilig beeinflussen und damit die Entstehung von Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck fördern.




