Das A & O: Die sorgfältige Diagnose
Um eine Arthrose von etwa 400 weiteren Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sicher abzugrenzen, steht zu Beginn immer die sorgfältige Anamnese durch den Arzt. Dabei fragt er in einem ausführlichen Gespräch die Vorgeschichte des Patienten ab, um das Risikopotential für eine Arthrose zu ermitteln.
Im zweiten Schritt kommt es zur Inspektion (Betrachtung) und Palpation (Betastung). Spezielle Funktions- und Schmerztests erlauben darüber hinaus, die Stabilität des Bänder- und Muskelapparates und die Gelenkbeweglichkeit einzuschätzen.
Liegen so erste Hinweise für eine Arthrose vor, wird der Arzt auf apparative Diagnostik zurückgreifen. Im Regelfall sind dies Ultraschall-Untersuchungen und Röntgen-Aufnahmen, die guten Aufschluss über den inneren Zustand des betroffenen Gelenks geben. Bei starken Schwellungen und Rötungen erfolgt darüber hinaus eine Gelenkpunktion mit anschließender Analyse der Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) im Labor. Die Viskosität der Synovialflüssigkeit, die Anzahl von bestimmten Immunzellen in der Gelenkflüssigkeit und das Vorhandensein von Rheumafaktoren im Blut helfen, die Arthrose von der rheumatoiden Arthritis oder der Gicht zu unterscheiden. Außerdem kann so die septische Arthritis (durch einen Gelenkinfekt verursacht), das gefürchteste Krankheitsbild der Rheumatologie, schnell erkannt werden. Für spezielle Fragen wie Veränderungen des Knochenstoffwechsels oder Meniskusschäden stehen Szintigraphie beziehungsweise die Magnetresonanztomographie (‚Kernspin') zur Verfügung.




