Die Forschung hat Defizite, doch der Kranke ist in der Lage, sich bis zu einem gewissen Grade selbst zu helfen. So kann man ein Symposion zusammenfassen, das Ende Juni 2006 in Amsterdam stattfand und an dem auf Einladung der Opfermann Arzneimittel GmbH die originelle Physiotherapeutin Corina Göbbel-Kern (Bad Urach), die überzeugende Massagetips gab, und die Orthopädie-Professoren Joachim Grifka (Regensburg-Bad Abbach), Jürgen Heisel (Bad Urach) und Josef Zacher (Berlin) teilnahmen.
In ihren Referaten wiesen die Wissenschaftler auf die Tatsache hin, daß es noch keine allgemein anerkannten Mittel gegen Arthrose gebe. „Übereinstimmend akzeptiert sind lediglich zwei Feststellungen“, erklärte Zacher und fuhr fort: „An den Beginn der Erkrankung gehört eine intensive Aufklärung des Patienten über die Diagnose, den Spontanverlauf der Arthrose und seine Beeinflußbarkeit durch eigenes Verhalten und therapeutische Maßnahmen; am Ende stehen gelenkersetzende oder gar gelenkversteifende Operationen.“
Erheblich mehr erforscht als die Krankheit ist derzeit die große Patientenschar. Grifka wies darauf hin, daß mit zunehmendem Alter die Möglichkeit schon sehr rapid steigt, Arthrose zu bekommen. Seine statistische Aussage: „Mit dem 70. Lebensjahr hat mehr als die Hälfte der Menschen behandlungsbedürftige Gonarthrosen.“ Weiter stellte er einen „massiven Anstieg bei Frauen“ fest. Aber eine Ausweglosigkeit kann Grifka nicht erkennen. Er wies auf seine Publikation Die Knieschule hin und erklärte, die Beherzigung seiner und seiner Kollegen Ratschläge habe Verbesserungen im Befinden der vielen Patienten gezeigt. Gründlich informieren könne sich der Hilfesuchende auch auf einer Homepage seiner Universität Regensburg




