Der Mensch hat 1000 Rezeptoren, mit denen er mehr als 10.000 verschiedene Gerüche unterscheiden kann – von Rosenduft und Vanille bis hin zu Autoabgasen und Schweiß. An letzterem Geruch störten sich schon die alten Ägypter. Obwohl sie noch nicht genau wussten, woher der Schweiß kam und wie die Drüsen funktionierten, hatten sie bereits einige Mittel gegen den zuweilen stechenden Körpergeruch: Sie nahmen Duftbäder und rieben ihre Achselhöhlen mit Zitronen und Zimtöl ein. Dies änderte jedoch nichts an der Menge des Schweißes, der aus den Poren trat und anschließend durch Bakterien zersetzt wurde. Bereits nach kurzer Zeit war der Wohlgeruch wieder verflogen…
Dr. Marco Rudolf, Leiter Hidrofugal Forschung & Entwicklung, gibt im Interview über die wichtige Funktion des Schwitzens und die Vermeidung von Körpergeruch umfassend Auskunftund lässt uns auch wissen, was moderne Anti-Transpirantien können sollten...
Herr Dr. Rudolf, warum ist Schwitzen eigentlich ganz natürlich?Unsere drei Millionen Schweißdrüsen funktionieren wie eine körpereigene Klimaanlage. Bei Hitze oder körperlicher Belastung geben sie Flüssigkeit ab, die an der Hautoberfläche verdunstet und so dem Körper Wärme entzieht. Außerdem werden Stoffwechselprodukte ausgeschieden. Der Körper erhält sozusagen eine Reinigung von innen.
