Um gleich mit einem Märchen aufzuräumen: Akne wird weder durch mangelhafte Hygiene oder zu reichhaltige Ernährung verursacht. Sie heilt auch nicht in der Hochzeitsnacht oder nach einer Niederkunft!
Woher kommt Akne?
Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen, die eine fetthaltige Substanz absondern: den Hauttalg zum Schutz der Haut. Bei Akne sind die Talgdrüsen hyperaktiv und können verstopfen. Infolge von Hormonen werden zu viel Talg und Proteine produziert. Diese verstopfen dann die Haarbälge und schaffen ein ideales Umfeld für die Vermehrung von Bakterien, was dann zu Akne Propionibacterium führt. Ein Pickel entsteht, wenn die Haut die Menge von Propionibacterium nicht mehr ausgleicht. Der Talg sammelt sich und verursacht eine lokale Infektion und Entzündung. Es entstehen Pickel, Mitesser oder auch Mikrozysten, die man unter der Haut fühlen kann. Begünstigt wird Akne durch das männliche Hormon Testosteron.
Wie wird Akne behandelt?
Es gibt zwei verschiedene Behandlungstypen - je nach Hauttyp und Ausdehnung der Infektion. Der erste Typ wird lokal auf die Pickel aufgetragen. Es handelt sich dabei um verschiedene Salben und Gels, die saures Vitamin A oder Benzolperoxyd
enthalten. Sie verringern die Absonderung von Talg und hemmen lokale Entzündungen. Dermatologen verschreiben auch Antibiotika, die maximal sechs Wochen lang oral eingenommen werden. Eine Hormonbehandlung durch Östrogen und Progesteron schränkt die Wirkung des Testosterons ein. Die aggressivere Behandlung durch Isotretinoin (auch bekannt als Roaccutane®) wirkt hauptsächlich gegen Mitesser und ist ausgesprochen wirkungsvoll, aber auch sehr toxisch. Sie sollte zur bei schwerer Akne angewandt werden. Sollten die verschiedenen Behandlungsmethoden nicht wirken oder Akne erneut auftreten, empfiehlt sich eine Hormonbilanz.
