Der schmale Grat zwischen Substitution und Doping

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Immer mehr Menschen in Deutschland halten sich in Sport-Studios fit. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 1990 bis Ende 2001 mehr als verdreifacht. Eng verbunden mit der steigenden Fitness-Begeisterung ist ein wachsendes Ernährungsbewusstein. Besonders für Sportler gibt es ein übergroßes Angebot an Nahrungsergänzungen, die vor allem auch über das Internet und aus dem Ausland angeboten werden.

Nahrungsergänzung und gesunde Ernährung
Etwa 40 Prozent der Bevölkerung glauben, dass sie mit der Nahrung nicht genug Nährstoffe aufnehmen. Jeder Vierte greift zu Nahrungsergänzungen. Dies gilt insbesondere für Personen mit höherem Bildungsstandard, die sich regelmäßig sportlich betätigen und auf eine gesunde Ernährung achten. Vitamin- und Mineralstoffpräparaten kann daher nicht länger eine Alibi-Funktion zugeschrieben werden.

Braucht der Sportler überhaupt Nahrungsergänzungen?
"Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel!" Damit bezieht sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf die Tatsache, dass die Erreichung der Nährstoffzufuhrempfehlungen mit der richtigen Lebensmittelauswahl durchaus möglich ist. Eine Ernährung, die reich an Gemüse und Obst (fünf Portionen am Tag) und Vollkornprodukten ist, Milch und Milchprodukte sowie einen maßvollen Umgang mit Fleisch, Wurst, Eiern und Fisch (mindestens einmal wöchentlich) einschließt und obendrein noch fettbewusst gestaltet wird, erfüllt alle Vorgaben einer präventiven, gesundheitsfördernden Nährstoffversorgung. Aber wer schafft das schon im Alltagsstress? Aus Zeitmangel oder Bequemlichkeit wird diese vollwertige Ernährung meist vernachlässigt. Um dennoch alle wichtigen Nährstoffe zum Muskelaufbau und zur Energieversorgung aufzunehmen, nutzen leistungsorientierte Sportler Nahrungsergänzungen oder Supplements (lat. suppleos = ergänzen).

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