Sauer macht lustig? Gilt nicht für die Zähne!

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Welchen Einfluss die Ernährung auf die Zahngesundheit hat
Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren entweder auf direktem Wege durch saure Lebensmittel oder Getränke, zum Beispiel in Form von Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Cola oder Essig.
Ein anderer, eher indirekter Weg zum niedrigen pH-Wert im Mund sind zuckerhaltige Lebensmittel, deren Zucker von den Bakterien in der Mundhöhle zu Säuren abgebaut werden. Zu dieser Gruppe gehören nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Nahrungsmittel, die andere Zuckerarten wie Stärke oder Fruchtzucker enthalten - Chips, Brot, Bananen oder auch viele Fertigsoßen beispielsweise.

Erosion durch Säure
Die direkte Säureeinwirkung kann zum langsamen, chronischen Verlust von Zahnhartsubstanz durch Demineralisation führen, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammen treffen. Dies kann beispielsweise die zusätzliche mechanische Abnutzung von erweichtem Zahnschmelz sein, bevor diesem durch den Speichel die verlorenen Mineralien wieder zugeführt werden konnten. Derzeit steigt die Zahl der nicht kariösbedingten Zahnhartsubstanzdefekte, Gründe sind vor allem die Änderungen des Lebensmittelangebotes und Ernährungsgewohnheiten mit einem Übermaß an sauren Komponenten wie beispielsweise säurehaltigen Softdrinks. Auch die sehr beliebten Alcopops greifen den Zahnschmelz massiv an, denn ihr pH-Wert liegt durch Fruchtzusätze wie Zitronensäure und Zitrussaft zwischen 2 und 4 und damit sehr niedrig - bei häufigem Konsum oftmals in Form des Dauernuckelns durch spezielle Trinkflaschen scheinen schwerwiegende Schäden der Zahnhartsubstanz vorprogrammiert. Denn zu allem Übel haben Alcopops und Softdrinks auch noch eine ausgeprägte Pufferfunktion und halten den pH-Wert im Mund lange Zeit auf saurem Niveau.

Nach Saurem gilt: Finger weg von der Zahnbürste
Weil der Zahnschmelz durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist Putzen nicht immer förderlich für die Zahngesundheit. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz mit weg geputzt - die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 min. zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen, Säure zu entfernen, und machen Orangensaft und Sauerkraut weniger schädlich. Auch wer sich erbrechen musste, sollte möglichst nicht sofort zur Zahnbürste greifen, sondern lieber Wasser trinken, denn die Magensäure ist eine der stärksten und damit gefährlichsten Säuren für die Zähne.

Unipolare Depression

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