Energiefresser: Braunes Körperfett hilft beim Abnehmen

Bietet die Stimulierung des “Braunen Fettgewebes” eine neue Hoffnung für Diabetes-Patienten und Menschen mit Übergewicht? In der Wissenschaft gilt es als Energiefresser, denn es es ist gut gefüllt mit Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen

  • Fast Food sorgt  für Übergewicht
    Fast Food sorgt für Übergewicht - ©Pixabay

Fett im menschlichem Körper wird im Allgemeinen nicht gern gesehen. Nur wenige Menschen wissen aber, dass es neben dem unerwünschten „Weißen Fett“ auch „Braunes Fett“ in unserem Körper gibt. Und dieses gilt unter Wissenschaftlern als „Energiefresser“! Leider ist der Anteil von weißem Fettgewebe im menschlichen Körper ein vielfaches größer als von braunem Fettgewebe. Weißes Fett ist unser Energiespeicher und für Übergewicht / Adipositas verantwortlich.

Braunes Fett dagegen wimmelt nur so von den sogenannten „Mitochondrien“ - den Kraftwerken unserer Zellen. Diese geben dem Fett auch seine dunklere Farbe. Mitochondrien wandeln überschüssige Energie durch Oxidation von Fettsäuren in Wärme um. Während Säuglinge noch einen sehr hohen Anteil an braunem Fett aufweisen, nimmt es bis zum Erwachsensein immer mehr ab und kommt dann lediglich in einigen Bereichen am Hals und Brust vor.

Doch nicht alle Erwachsenen sind gleich:

  • Frauen weisen i. d. R. mehr und vor allem aktiveres braunes Fett auf. Ebenso haben schlanke und jüngere Menschen mehr Anteile von braunem Fett
  • Bei Beleibteren und älteren Patienten wiederum reagiert das braune Fett nicht mehr so aktiv

Auch große individuelle Schwankungen wurden festgestellt: “Bei etwa fünf Prozent der Patientinnen und Patienten kommt aktives braunes Fett weitaus häufiger vor als bei der allgemeinen Bevölkerung”. Dies erklärt, warum manche Menschen auch nach dem dritten Stück Sahnetorte kein Gramm mehr auf die Waage bringen, während andere schon beim Zuschauen zunehmen. Der Anteil und die Aktivität von braunem Fettgewebe ist des Rätsels Lösung! Unterschiedliche Körpergewichte bei gleicher Ernährung.

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) unter der Leitung von Dr. Tobias Fromme und Dr. Carlos Gerngroß belegt nun in einer Studie: Die Masse braunen Fettes im Menschen ist dreimal größer als bisher bekannt war!

Von größtem Interesse für die Mediziner, ist nun die Entwicklung von Medikamenten, die braunes Fettgewebe in unserem Körper aktivieren können. Bei Diabetes-Patienten könnte somit der Zuckeranteil im Blut reduziert werden und bei Adipositas-Kranken würden überschüssige Pfunde nur so schmelzen.

„Schlussendlich muss bei Medikamenten, die das aktive braune Fettgewebe nutzen, darauf geachtet werden, dass manche Personengruppen von einer zusätzlichen Aktivierung des braunen Fetts stärker profitieren werden als andere“, erklärt der Studienautor. „Welche Ursache einen Menschen dazu bringt, besonders aktives braunes Fett zu besitzen, wissen wir noch nicht.“




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