Cyberknife: Keine Wunderwaffe - aber fast

Der stahlbetonummantelte Raum , tief im Keller eines modernen Industrie-Neubaus gegenüber dem Klinikum Großhadern in München gelegen, ist beeindruckend, nicht nur in seiner alles überstrahlenden Kühle, sondern vor allem durch den riesigen Roboter, der hier seine Arbeit, fast geräuschlos verrichtet. Er erinnert mit seinen in alle Richtungen drehbarem Auslegerarm an die Fabrikationshallen der Autoindustrie - und tatsächlich kommt er auch aus diesem Bereich, wie die beiden ärztlichen Leiter des Europäischen Cyberknife Zentrums in München- Großhadern (ECZM) Prof. Dr. Berndt Wowra und PD Dr. Alexander Muacevic den staunenden Journalisten erläutern.

Cyberknife ® M6 ™ steht für die neueste Generation der robotergestützten Radiochirurgie , mit welcher man Tumore hochdosiert und dadurch äußerst effektiv bestrahlen kann. Die sich dahinter verbergende Technik ist nicht nur äußerst präzise , weil zielgerichtet, sondern auch schonend, weil das angrenzende Gewebe dank höchster Bestrahlungsgenauigkeit nicht angegriffen wird. Selbst schwer zugängliche und als inoperabel geltende, kleine, gut abgegrenzte Tumore, gleich welcher Histologie**** , **können damit umfassend und aus unterschiedlichen Einstrahlrichtungen schnell und punktgenau behandelt werden. Besonders gut geeignet ist die Cyberknife-Technologie bei Tumoren in Lunge, Leber oder Niere sowie an der Wirbelsäule **, während man** bestimmte Weichteiltumore **, wie sie u. a. im** Magen-Darm-Trakt** vorkommen, damit (noch) nicht behandelt.

Die ohne Anästhesie auskommende, nicht-invasive Photonen-Bestrahlung ist völlig schmerzfrei, und es bedarf in den allermeisten Fällen nur einer 35-Minuten dauernden Behandlung , nach welcher der Patient das Zentrum wieder verlassen kann. Wichtig ist allerdings die Beobachtung des weiteren Verlaufs beim Patienten , der erstmals nach 4-6 Monaten, dann nach einem Jahr und letztlich n ur noch alle 2-3 Jahre wieder zur Kontrolle kommen sollte. Die Kosten liegen bei rund € 7.500 , sind also wesentlich günstiger als eine Operation, die man mit rund € 10.000.– ansetzen muss. Umso weniger versteht man die Defensivhaltung der Ersatzkassen , welche, wenn überhaupt **, erst nach aufwändiger Antragsbescheidung** der neuen Behandlungsmethode zustimmen, während die AOK, die meisten BKKs sowie die Privatkassen damit offensichtlich kein Problem haben. Die Überlegung, dass die Verweigerung eine Selbstzahlung durch den Patienten auf den Plan ruft, ist deshalb nicht ganz von der Hand zu weisen.

Die jetzt vorgestellte Cyberknife****® M6™-Serie **ist die Weiterentwicklung der bereits seit 2005 angewandten Technologie, mit welcher bis heute mehr als 3.500 Patienten mit Tumoren im gesamten Körper behandelt werden konnten. Es ist weltweit das einzige System, welches Tumorbewegungen nicht nur in Echtzeit erkennt **, sondern auch die Bestrahlung automatisch daran anpasst** und das umgebende Gewebe zudem maximal** schont.

Weitere Informationen : www.cyber-knife.net




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