Dysgnathie - Kieferfehlstellungen heute kein „Schicksal

Das knackende Geräusch des brechenden Oberkiefers hört sich nicht gerade gut an, auch wenn man nur Zuseher und nicht Betroffener ist. Doch die ruhige Hand des Chirurgen, der nach dem exakten Schnitt mit der Säge und unter Zuhilfenahme von Hammer und Meißel diesen Bruch bewusst herbei führt, lässt uns aufatmen. “Alles im Bereich des Normalen”, heißt es da auch schon beruhigend aus dem Op, in welchem die stöhnenden Laute der Zuseher ebenso ankamen, wie umgekehrt die Bruch- und Meißelgeräusche.

Der junge Mann auf dem OP-Tisch leidet an einer massiven Fehlstellung von Ober-und Unterkiefer, die ihm vor allem beim Kauen zunehmend Probleme bereitet. Die Fehlstellung seiner Kiefer wird, nach vorangegangener Kieferorthopädischer Behandlung, nun operativ behoben. Nach der Fehlbiss-Operationen wird er wenige Tage nach dem Eingriff den Mund wieder öffnen können, Einschränkungen beim Essen und Sprechen sind, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer.

Sicher zählt dieser Teil einer Dysgnathie-Operation zu den beeindrucktesten Momenten einer Live-Op aus dem Augsburger Klinikum anlässlich der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die MKG-Chirurgen verhehlen auch nicht, dass das Zusehen bei Gesichts-Operationen mitunter auch hart gesottene Betrachter an die Grenzen des Erträglichen führt. Weggeklappte Nasen, offene Mundhöhlen, gebrochene, zersägte und wieder zusammengeschraubte Kieferpartien - alles Alltag von MKG-Chirurgen, den Feinmechanikern unter den Chirurgen. “Gefühl muss schon sein”, meinte auch Dr. Fleiner auf die Frage, wie er denn weiß, dass eine Nase jetzt genau richtig sitzt… Das Ergebnis spricht für sich, die junge Patientin könnte mit einer von ihm nun perfekt geformten Nase durchaus als Model Karriere machen. Auch wenn MKG-Chirurgen nicht in erster Linie die Ästhetik, sondern die Fehlstellungen im Fokus haben, so werden sie erstere bei ihren Operationen doch nie aus den Augen verlieren.

Heute muss sich niemand mehr quälend mit Kieferfehlstellungen abfinden. MKG-Spezialisten können mit hochinnovativen, minimal invasiven Techniken praktisch jeden Bereich des Kiefers und Gesichtsschädels ohne sichtbare äußere Hautschnitte oder früher übliche aufwändige Verdrahtungen korrigieren. So lassen sich mit den faszinierenden Möglichkeiten der Gesichtschirurgie schonend funktionelle Probleme beheben und gleichzeitig ästhetische Disharmonien ins rechte Licht rücken.

Fehlstellungen der Kiefer - etwa wenn Ober- und Unterkiefer ungleich entwickelt sind - wirken auf unser Gegenüber nicht nur unschön, sie bereiten auch gesundheitliche Probleme wie Einschränkung der Nasenatmung, Kiefergelenks-, Kopf- und Rückenschmerzen. Wenn Ober- oder Unterkiefer zu weit vor- oder zurückstehen, passen die Zahnreihen nicht mehr perfekt aufeinander, es kann zu Beschwerden beim Sprechen und Essen kommen, in ausgeprägten Fällen können nicht einmal mehr die Lippen richtig verschlossen werden.

Wenn der Kiefer aus der Reihe tanzt …

  • Grundsätzlich kann eine Kieferfehlstellung in 3 Bereichen auftreten - dies auch in Kombination:
  • Der Ober- und/oder Unterkiefer kann zu schmal sein und extreme Zahnengstände aufweisen. Der Ober- und/oder Unterkiefer kann zu weit vor- oder zurückgelagert sein, terminus technicus: Progenie bzw. Retrognathie
  • Der Oberkiefer kann zu hoch bzw. zu tief angelegt sein

Streckbank und Neu-Positionierung

Was sich im ersten Moment wie der Bericht aus einer modernen Folterkammer liest, zählt heute dank hochmoderner 3D-Technik (z. B. mit digitaler Volumentomographie, kurz DVT) zu den größten Innovationen der MKG_Chirurgie, denn nun können MKG-Chirurgen den individuellen Eingriff präzise planen und durchführen.

Je nach individueller Voraussetzung führen unterschiedliche anspruchsvolle, aber stets besonders schonende Methoden in Expertenhand zum gewünschten Ergebnis.

Distraktionsosteogenese heisst eine weitere, relativ neue Methode in der Kieferchirurgie, die vor allem bei einem Kieferschmalstand Anwendung findet. Dabei bildet sich auf natürliche Weise neues Knochengewebe, so dass alle Zähne gleichmäßig nebeneinander Platz finden. Bisher mussten dazu meist mehrere Zähne gezogen werden.

Kieferfehlstellungen können heute grundsätzlich fast immer und in jedem Alter von versierten MKG-Chirurgen durchgeführt werden. Bereits nach nur 3 - 6 Monaten sind die Kieferknochen vollständig ausgeheilt und das endgültige Ergebnis sichtbar.

Viele Patienten erhalten durch diese minimalinvasiven Operationstechniken nicht nur ihre uneingeschränkten Kieferfunktionen zurück, sondern können sich zudem über ein schönes harmonisches Gesichtsprofil freuen.

Versierte MKG-Ärzte findet man unter: MKG-Chirurgie




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