Gebärmutterhalskrebs

40 Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren erkranken in Europa täglich an Gebärmutterhalskrebs. Diese Zahl ist erschreckend. Denn obgleich die Ursache für Gebärmutterhalskrebs längst bekannt ist, weiss die breite Öffentlichkeit doch erschreckend wenig darüber.

Auslöser…

…von Gebärmutterhalskrebs ist das weitverbreitete humane Papillomvirus , welches vor allem durch Intimkontakt übertragen werden kann. Über zwei Drittel aller sexuell aktiven Männer und Frauen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus in Kontakt. Derzeit sind über 100 verschiedene Virustypen bekannt, von denen aber nur wenige zum Krebs führen können. Während die sogenannten Niedrigrisikotypen“nur” leichte Zellveränderungen oder Genital(Feig-)warzen verursachen können, sind vor allem die Hochrisikotypen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, dessen Vorstufen und weiteren Erkrankungen im Genitalbereich verantwortlich. 75 % aller Gebärmutterhals- Krebserkrankungen werden von den Hochrisikotypen 16 und 18 verursacht, während die Virustypen 6 und 11 für 90% aller Genitalwarzen verantwortlich zeichnen.

Anatomie

Der Gebärmutterhals ist der untere Teil der Gebärmutter und verbindet diese mit der Scheide. Vor allem während Pubertät, Geburten und Wechseljahren unterliegt der zwischen dem äusseren und inneren Teil des Gebärmutterhalses liegende empfindliche Bereich verschiedenen Veränderungen. Und genau an dieser sensiblen Stelle entstehen die häufigsten Fälle von Gebärmutterhalskrebs.

Diagnose

Bei der kostenfreien Vorsorgeuntersuchung wird vom Frauenarzt ein Abstrich gemacht und so geprüft, ob auffällige Zellveränderungen vorliegen. Durch die Vorsorgeuntersuchung und den regelmässigen Abstrich kann bereits im frühen Stadium eine Erkrankung festgestellt und meist auch immer erfolgreich behandelt werden.

Therapie

Sollte der Abstrich einen auffälligen Befund zeigen, so wird der Arzt, je nach Schweregrad der Veränderung, eine Therapie vorschlagen. Sehr oft können veränderte Zellen durch eine Laserbehandlung oer einen ambulanten chirurgischen Eingriff entfernt werden. Haben sich die veränderten Zellen jedoch bereits zum Krebs weiterentwickelt, steht der Patientin leider eine langwierige Behandlung bevor, die auch die Fruchtbarkeit beeinflussen kann.

Impfung schützt!

Erst seit Oktober 2006 besteht die Möglichkeit sich erfolgreich mittels Impfung gegen die vier Virustypen , welche Gebärmutterhalskrebs, Genitalwarzen und weitere Erkrankungen im Genitalbereich auslösen können, zu schützen. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren für Mädchen und junge Frauen von 12 bis 17 Jahren! Für diese Altersgruppe übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Aber auch für Frauen außerhalb des empfohlenen Altersbereichs kann die Impfung sinnvoll sein. Am besten ist, sich von der Frauenärztin / dem Frauenarzt beraten zu lassen. Neben der Impfung bleibt auch die regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchung wichtig.




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