Herzkranzgefäße: Stress ist ein gefährlicher Feind

Was braucht das Herz um gesund zu bleiben?

Die Zahl ist erschreckend hoch: Laut Statistik leiden rund 1,5 Millionen Bundesbürger unter einer Verengung von Herzkranzgefäßen, 300.000 davon bekommen im Laufe eines Jahres einen akuten Herzinfarkt und jeder fünfte überlebt diesen nicht. Damit es nicht so weit kommt, gelten heute als oberste Grundlagen eine gesunde Lebensweise, regelmäßige Bewegung und im Falle des Falles sorgen Medikamente, Stents und Ballondilatationen für gezielte Hilfe. Der Instrumentenkasten der Kardiologie ist breit gefächert, wenn es um die Behandlung der koronaren Herzkrankheit geht.

Vom Sprengstoff zum Herzmittel

Ausführliche und zuverlässige Informationen rund um das Thema Herzgesundheit sind für Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung, aber auch für deren Angehörige besonders wichtig, wenn nicht sogar lebensrettend. Fragen, wie sich ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt von einem Angina pectoris-Anfall unterscheidet oder wie man sich im Notfall richtig verhält, können überlebenswichtig sein. Ein von der „Stiftung Bremer Herzen“ in Kooperation mit dem Nitrospray-Hersteller Pohl Boskamp herausgegeber Ratgeber informiert Betroffene und Angehörige über alles was man rund um das Thema Herzinfarkt wissen muss und kann kostenlos bei der Stiftung angefordert werden.

Angina pectoris ist ein zusammenfassender Begriff für Atemnot verbunden mit Enge- und Druckgefühle im Brustkorb. Betroffene beschreiben die Beschwerden im Brustraum häufig als einschnürend oder drückend, teilweise auch als brennend. Ursache für die Beschwerden ist in den meisten Fällen eine koronare Herzerkrankung (KHK). Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen und der Herzmuskel kann nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgt werden. Daher treten Angina pectoris-Anfälle oft auch bei oder nach körperlicher Anstrengung auf.“

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man Nitroglyzerin als Sprengstoff, Nobel schuf kurze Zeit später mit dem Dynamit den perfekten Gebrauchssprengstoff. Erst die Entdeckung, dass Nitroglyzerin zur Erweiterung der Blutgefäße im menschlichen Organismus beiträgt, öffnete es für die Medizin. Auf der einen Seite sorgt Nitroglyzerin für den vielfachen Tod – auf der anderen Seite rettet es Leben. Nitroglyzerin wurde und wird auch bis heute in der Medizin zur Behandlung akuter Angina-pectoris-Anfälle erfolgreich eingesetzt.

Nitrospray: Lieber zehnmal zu viel als einmal zu wenig

Angina pectoris-Patienten benötigen für den Notfall ein schnell wirksames und zuverlässiges Medikament. Hier ist ein Akutnitrat, wie z. B. Nitrolingual® akut Spray, das Mittel der Wahl. Der Wirkstoff entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße und sorgt für deren Erweiterung. Das entlastet einerseits das Herz, weil der Blutdruck sinkt. Andererseits fließt durch die erweiterten Koronargefäße wieder mehr Blut, so dass der Sauerstoffmangel im Herzmuskel abnimmt. Doch noch immer glauben viele Herzpatienten Akutnitrate wären lediglich ein Notfall-Medikament. Das ist jedoch falsch! So kann Nitrospray vorbeugend und prophylaktisch angewendet werden. Experten raten: Lieber zehnmal zu viel als auch nur einmal zu wenig! Denn jeder Angina pectoris-Anfall bedeutet für den Körper eine starke physische und auch psychische Belastung, die es in jedem Fall zu vermeiden gilt.

Bewegung hält das Herz gesund

Laut aktuellen Studien ist die Kombination aus Nitroglycerin und körperlicher Aktivität der wesentliche Baustein in der Rehabilitation von Koronaren Herzkrankheiten. Prophylaktisch angewendet, ermöglicht Nitrospray den Betroffenen ein angstfreies und sicheres Training: „Der Herzmuskel wird unter Belastung besser durchblutet und das Leistungsvermögen der Patienten nimmt wieder zu“, erklärt Dr. med. Wolfgang Grebe. DennBetroffene lernen die Auslöser ihrer angsteinflößenden Attacken sehr schnell kennen: Plötzliche körperliche Belastung, dauerhafter psychischer Stress oder extreme Kälte können erfahrungsgemäß Angina pectoris-Anfälle verursachen. „Um das zu vermeiden, sollten Herzpatienten schon vorbeugend ein Nitrospray einnehmen“, empfiehlt Dr. med. Wolfgang Grebe , Internist und Sportmediziner mit Praxis in Frankenberg (Eder).

Die 2004 veröffentliche PET-Studie1 zeigte, dass eine medikamentöse Therapie mit Nitroglycerin in Kombination mit einem überwachten aeroben Training das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko nachhaltiger reduziert als eine Stent-Implantation. Denn im Rahmen der Studie sank das Auftreten erneuter Herzbeschwerden durch die leitliniengerechte Medikation in Verbindung mit einem täglichen 20-Minuten-Training wesentlich stärker als durch einen implantierten Stent: Das Rückfallrisiko lag im direkten Vergleich mit zwölf Prozent sowohl kurz- als auch langfristig deutlich unter dem der Herz-OP (30%).


  1. Hambrecht R et al. 2004: Percutaneous Coronary Angioplasty compared with exercise training in patients with stable coronary artery-disease – A Randomized Trial. Circulation 109: 1371-1378. 




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