Königlicher Mythos – Porsche 911 Carrera

  • Porsche 911 Carrera - ©Ulrich Ullmann
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Mehr Porsche geht fast nicht, möchte man meinen. Stimmt aber nicht ganz, denn immerhin gibt es mittlerweile neben dem Basismodell des 911er Carrera sage und schreibe 20 Varianten – da bedarf es schon des geschulten Autoverstands eines wahren Freaks, um den Über- und Durchblick nicht zu verlieren. Und auch in Zuffenhausen gilt: A bisserl was geht immer noch!

350 PS (entspricht 257 kW) unter dem erotisch ausladenden Hinterteil, die sekundenschnell (100 km/h in 4,3 Sek.) bis zu 290 km/h erreichen können – so man denn eine Autobahn ohne Hitzeschäden, Straßenbauarbeiten, schleichenden Wohnmobil-Rentnern oder permanenten Geschwindigkeitsbeschränkungen noch findet. Ein 6-Zylinder-Boxer-Motor mit Automatik-Getriebe1, welches eigenständig denkt und langes Überlegen überflüssig macht. Es wechselt die Gänge nicht immer so, wie es der Fahrer gerne hätte, aber man kann auch in den manuellen Modus schalten, dann steht die Gangauswahl wieder in der Eigenverantwortung. Als Standard-Getränk ist Super Plus gefordert, der Durst hält sich aber erfreulicherweise in erträglichen Grenzen und liegt durchschnittlich etwas über 10 l. Wer natürlich als „durchschnittlichen Galopp“ um die 200 km/h braucht, wird diesen „Richtwert“ problemlos überschreiten.

Über die technischen Ausstattungen des 911 Carrera und deren Für und Wider gibt es seitenweise Foren, wo wahre Schlachten um jedes noch so kleine Detail geschlagen werden. Da schreit und brüllt das Getriebe, ächzt und jubelt der Motor, die Räder liefern heiße Tänze und so weiter. Irgendwann frägt man sich (als Frau): Gibt es eigentlich noch Männer, die einfach nur Spaß am Fahren haben? Oder muss hier (fast) jederMANN seine ausgefeilten technischen Kenntnisse zur Marke präsentieren? Einen Blogger-Hinweis fand ich hingegen wirklich nützlich: “Das Modell 911 GTS weist nicht nur eine 3,6 cm breitere Spur, sondern auch eine Tieferlegung von 10 mm auf – was auf steilen Parkgaragenrampen mal schnell ein unschönes Geräusch verursachen kann”. Daran sollte man, als Fahrer besser vor der Einfahrt denken!

Keine Frage, wer so ein Auto kauft, will vor allem Spaß beim Fahren haben, unkompliziert schnell beschleunigen, auf Bergstrecken eine Polka hinlegen und hin und wieder auch mal Platz für zwei kleine (!) Kinder, Hunde oder sonstiges Gepäck auf den minimalistischen Rücksitzen finden. Und da beim Porsche 911er, egal welch schmückende Nebenbezeichnungen er sonst noch hat, der Sound immer stimmt (wer es noch lauter will, drückt auf den entsprechenden Schalter), bekommt auch, was sein Autofahrerherz erfreut. Wichtig für all jene, die sich nahe dem Alter der Queen befinden: Das ein Ein- und Aussteigen sollte noch halbwegs problemlos funktionieren, der Wirbelsäule würde eine AGR-zertifizierter Sitz generell nicht schlecht bekommen (kleine Anregung, um auch mal einen „gesunden“ Vorschlag loszuwerden!). Im Falle eines Falles: Fragen Sie Ihren Orthopäden oder Ihre Krankenversicherung und legen Sie für alle Notfälle ein schmerzlinderndes Gel ins Handschuhfach.

Generell gilt jedoch für den 911er: Durchaus auch ein Auto für die Generation Silberlocke, welches dank seiner zahlreichen, das Leben und Fahren, erleichternder Zusatzfunktionen, jede Menge Spaß bietet. Zeit zum Erlernen des Porsche Communication Managements (PCM) etc. etc. hat man als Best Ager ja genügend! Und mit der Car Connect App für die Apple Watch bleibt man seinem Auto stets verbunden, denn es zeigt einem alle wichtigen Daten inklusive Diebstahl oder „nur vergessenen Parkplatz“ sofort am Handgelenk an. Ob es die Diebe auch gleich bei der nächsten Polizeiwache abliefert, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen – möglich wäre es aber!

Und wo macht dieses Auto am meisten Spaß? Keine Frage – auf allen noch nicht zu Autobahnen ausgebauten Bergstrecken. Das Timmelsjoch, der Gaviapass oder die alte Kaiserjäger-Straße von der Valsugana auf die Sieben Gemeinden (für alle Gardasee-Fans ein Muss) versprechen einen alle Glücksgefühle aktivierende Genuss für dieses grandiose Fortbewegungsmittel – hier darf der Carrera wirklich zeigen, was in ihm steckt und was es kann. Prosecco-Feeling inklusive Suchtgefahr garantiert!

Preis? Liegt mit ein paar Ausstattungsoptionen bei € 100.000,– aufwärts, gebraucht wird so ein 911er aber durchaus auch für Otto Normalverbraucher erschwinglich. 

Auf der diesjährigen IAA vom 17.-27. September in Frankfurt wird ein gelifteter Carrera 911 vorgestellt. Unter anderem bietet er einen überarbeiteten Spoiler, größere Luftkanäle, schlankere LED-Tagfahrlichter und -Blinker in den Außenspiegeln. Und: Das Beste zuletzt: Alle 911er-Motoren werden künftig mit Turboaufladung (d.h. vermutlich 370 PS) geliefert.


  1. Offiziell wird es als Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit geregelter Hinterachs-Quersperre und PTV Plus bezeichnet 




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