Kopfläuse -  ein Tabuthema

Leider ist bis heute das Problem Kopfläuse mit einem Tabu belegt und es ranken sich zahlreiche Mythen und Vorurteile um dieses Thema. Dabei ist ein Kopflausbefall nachweislich kein Hygieneproblem, für das man sich schämen müsste, sondern es kommt in den besten Familien vor.

Es besteht also absolut kein Grund zu gesellschaftlicher Ächtung der betroffenen Familien, sondern es besteht Handlungsbedarf!

Der Läusezyklus

Kopfläuse kommen als Parasiten nur beim Menschen vor. Es handelt sich um flügellose Insekten mit einer Größe von circa 3mm, deren Lebenszeit ungefähr 30 bis 40 Tage beträgt. Das wäre ja nicht weiter beunruhigend, wenn nicht die weiblichen Tiere imstande wären, in dieser kurzen Zeit bis zu 300 Eier zu legen. Diese werden, nachdem sie mit einem widerstandsfähigen Chitinpanzer umhüllt wurden, zu den berüchtigten Nissen, die am Haar festkleben. Nach acht Tagen schlüpfen die Larven, die ihrerseits während zwei bis drei Wochen zu geschlechtsreifen Läusen heranreifen.

Ein weiteres Problem: Die Läuse benötigen alle drei bis vier Stunden eine Blutmahlzeit, um zu überleben und sich zu vermehren. Durch Einstich und Saugen von Blut aus der Kopfhaut ihrer Wirte ernähren sich die Parasiten. Der Einstich allein verursacht noch keine Beschwerden, sondern der mit dem Saugvorgang abgesonderte Speichel ist der Grund für Juckreiz, Brennen und Rötung der Kopfhaut. Als Folge können durch Kratzen im Kopfbereich Ekzeme und Infektionen entstehen, die sich schnell ausbreiten.

Es ist daher ratsam, den Kampf gegen den Läusebefall frühzeitig zu beginnen, möglichst beim Entdecken der ersten Laus oder gar schon, wenn in Kindergarten oder Schule „Läusealarm“ geschlagen wurde.

Kampfansage an die Plagegeister

Eine konsequente Behandlung mit einem Antiparasitikum ist hier das Mittel der Wahl. Man sollte möglichst ein Produkt wählen, das für alle Stadien des Parasiten – also Läuse, Larven und Nissen – seine vernichtende Wirkung entfaltet. Aber Vorsicht! Da diese Läusemittel überwiegend bei Kindern zur Anwendung kommen, muss auf die Verträglichkeit der Produkte besonderer Wert gelegt werden. Einige bisher geläufige chemische Substanzen sind in den Verdacht geraten, bei wiederholter Anwendung ein Gesundheitsrisiko darzustellen. Auch wurden Resistenzen gegen einige dieser neurotoxischen Insektizide beobachtet.

Deshalb hat man in den letzten Jahren verstärkt auf das physikalische Wirkprinzip gesetzt, das das Atemsystem der Läuse. Larven und Nissen verschließt und die Parasiten erstickt.

Natürliche Wirkstoffe bevorzugt

Zur Verwendung kommen pflanzliche Öle, wie etwa Andiroba-, Raps- und Kokosöl, die zusammen mit ätherischen Ölen und Quassia Essig diese physikalische Wirkung erzielen. Sie verschließen die Atemöffnungen der Läuse und Nissen und führen zu deren Erstickungstod. Die toten Parasiten können dann mit speziellen Kämmen, sogenannten Nissenkämmen, entfernt werden.

Eine Wiederholung der Behandlung sollte in jedem Fall nach circa einer Woche erfolgen, da schon eine einzige überlebende Laus in kurzer Zeit für weitere zahlreiche Nachkommen sorgt.

Dies kann man ohne Bedenken tun, denn solche Produkte belasten weder den menschlichen Organismus, noch rufen sie etwaige allergische Reaktionen hervor.

Nach der Behandlung gibt es spezielle Shampoos mit leicht desinfizierenden Wirkstoffen, etwa aus der Weidenrinde, zur Vorbeugung gegen erneuten Läusebefall. Auch ein Entwirr-Spray hilft, nach der Kopfwäsche die Haare zu pflegen und einen Rückfall zu verhindern.




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