Krebsrisiko: Bereits ein Glas Wein täglich kann genügen

Ein Glas Wein jeden Abend reicht aus, um das Krebsrisiko bei Frauen zu erhöhen. Allein in Großbritannien erkranken laut Wissenschaftlern von Cancer Research UK dadurch zusätzlich 7.000 Frauen, meistens an Brustkrebs. Je mehr man trinkt, egal ob Spirituosen, Wein oder Bier, desto höher ist das Risiko. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von mehr als einer Mio. Frauen ausgewertet. Insgesamt ist der Alkohol für rund 13 Prozent aller Brust-, Leber-, Mastdarm-, Mund und Rachenkrebserkrankungen verantwortlich.

Das Team um Naomi Allen von der University of Oxford schätzt, dass rund 5.000 Brustkrebserkrankungen in Großbritannien, das entspricht elf Prozent der 45.000 jährlich diagnostizierten Fälle, auf den Alkoholkonsum der Frauen zurückzuführen sind. Die Studie konzentrierte sich auf Frauen, die geringe bis mittlere Mengen Alkohol konsumierten. Diese Menge wurde mit höchstens drei alkoholischen Getränken täglich oder weniger definiert. Während der sieben Jahre laufenden Studie gab ein Viertel der teilnehmenden 1,3 Mio. Frauen an, keinen Alkohol zu trinken. Details der Studie wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.

Von den Frauen, die Alkohol tranken, nahmen fast alle weniger als 21 Drinks in der Woche zu sich. Durchschnittlich war es eine Menge von zehn Gramm Alkohol pro Tag. Das ist etwas mehr als in einem kleinen Bier, 125 Milliliter Wein oder einer Spirituose enthalten ist. Fast 70.000 der Frauen mittleren Alters erkrankten an Krebs. Mit dem Alkoholkonsum bildete sich ein entsprechendes Muster heraus. Ein alkoholisches Getränk erhöhte bei Frauen bis 75 das Risiko bei allen Krebsarten um sechs Prozent. Die Prozentsätze für die einzelnen Formen waren unterschiedlich. Ein alkoholisches Getränk am Tag erhöhte das Brustkrebsrisiko um zwölf Prozent, bei Mastdarmkrebs waren es zehn Prozent, bei Speiseröhrenkrebs 22 Prozent, bei Mundkrebs 29 Prozent und bei Rachenkrebs 44 Prozent. Auf die Bevölkerung umgelegt bedeutet das 15 zusätzliche Erkrankungen pro 1.000 Frauen.




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