Nabelschnurblut

Entnahme von Nabelschnurblut

In den Gefäßen der Nabelschnur befinden sich körpereigene Stammzellen des jungen Babys in großer Zahl. Direkt nach der Geburt Ihres Kindes ist die Entnahme des wertvollen Nabelschnurblutes problemlos möglich. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist ohne Risiko für Sie oder Ihr Kind.

Nach der Entnahme wird das Blut von einem Kurier abgeholt. Schließlich werden die Stammzellen in einem Labor in Deutschland aufbereitet und dort in einen Kälteschlaf versetzt bis sie irgendwann einmal zum Einsatz kommen sollen. Der gesamte Prozess – angefangen bei der Entnahme, bis hin zur Abgabe - unterliegt dem deutschen Arzneimittelgesetz. Sie haben zwei alternative Möglichkeiten:

1. Die Aufbewahrung der Stammzellen für Ihr Kind (Private Aufbewahrung)

  • Medizinische Vorsorge nur für Ihr Kind – mit Einschränkung auch Absicherung für Geschwister
    (die Wahrscheinlichkeit einer Verträglichkeit bei Geschwistern ist mit 1:4 überdurchschnittlich)
  • Bereits heute erfolgreich eingesetzt – Tendenz steigend
  • Eigene Stammzellen – beste Option auf die Medizin der Zukunft (“regenerative Medizin”)
  • Eigene Stammzellen aus Nabelschnurblut – noch nicht durch schädliche Umwelteinflüsse und Alterungsprozesse belastet
  • Aufbewahrung zeitlich unbegrenzt möglich, d.h. lebenslange Vorsorge
  • Kostenzuschuss von privaten Krankenversicherungen (z.B. Debeka, uniVersa)

2. Die Aufbewahrung der Stammzellen für Andere (Öffentliche Spende)

  • Weltweit immer häufiger im Einsatz, hauptsächlich bei Leukämie-Patienten
  • Alternative zu den bekannten Stammzellen aus dem Knochenmark
  • Die kompletten Kosten (z.B. für Entnahme, Transport, Aufbereitung, Lagerung, Typisierung, Listung etc.) übernimmt eine gemeinnützige Organisation
  • Konsequenz: Sie geben alle Rechte an den Stammzellen dauerhaft ab
  • Außerdem keine Rückmeldung an den Spender über den Einlagerungserfolg
  • Bei Interesse melden Sie sich bitte ca. 6 Wochen vor der Geburt an. Zum Beispiel ganz bequem von zu Hause unterwww.lebensretter-nabelschnurblut.de

Der Ablauf

Egal, ob Sie sich für eine private Aufbewahrung oder die öffentliche Spende entschieden haben: Bitte setzen Sie sich in jedem Fall sechs Wochen vor der Geburt Ihres Kindes z.B. direkt mit eticur) in Verbindung, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen – am einfachsten per email oder Telefon.

Im Fall einer privaten Aufbewahrung schließen Sie im Vorfeld einen Vertrag ab, der Ihnen (bzw. Ihrem später volljährigen Kind) uneingeschränkt die Rechte an den eigenen Stammzellen garantiert. Falls Sie nicht zufrieden sein sollten, können Sie den Vertrag nach der Geburt gegen eine geringe Gebühr stornieren.

Haben Sie sich für die öffentliche Spende entschieden, muss zunächst ihre Spendetauglichkeit festgestellt werden. Dazu ist es erforderlich, dass Sie verschiedene Fragen in einem mehrseitigen Anamnesebogen vorab beantworten - genau wie bei der bekannten Knochenmarkspende. Ob Ihre Klinik auch die kostenlose Spende anbietet, erfahren Sie unter www.lebensretter-nabelschnurblut.de – Hier finden Sie mit ca. 600 Kliniken das bundesweit größte Klinik-Netzwerk für die öffentliche Spende von Nabelschnurblut – wahrscheinlich ist auch Ihre Wunschklinik dabei. Hier können Sie sich auch bequem von zu Hause über das Internet für die Spende anmelden.

Sie bekommen in beiden Fällen (Private Aufbewahrung oder Spende) die Entnahmebox rechtzeitig durch einen Kurier nach Hause geschickt. Am Tag der Geburt Ihres Kindes bringen Sie diese Box einfach mit in den Kreißsaal – das Klinikpersonal erwartet Sie schon und wird die Entnahme des Nabelschnurblutes routiniert für Sie durchführen.

Nach der Entnahme folgen der Transport in das Labor, die Aufbereitung und der lange Kälteschlaf der Stammzellen bei -175 °C.

Bei der Spende wird das Präparat – bei entsprechender Eignung - Patienten auf der ganzen Welt über das Zentrale Knochenmarkspenderegister Deutschland (ZKRD, Ulm) angeboten.

Bei der privaten Aufbereitung erhalten Sie nach Abschluss der umfangreichen Kontrolluntersuchungen ein Einlagerungszertifikat mit allen erforderlichen medizinischen Angaben.

Ein nachträglicher Wechsel z.B. von „Spende“ in „Private Aufbewahrung“ – oder umgekehrt – ist grundsätzlich leider nicht möglich.




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