Prostatakarzinom - es gibt neue Erkenntnisse

Neues Verfahren zur Erkennung und Therapie von Prostatakrebs

Prostatakrebs gilt heute weltweit als die zweithäufigste Krebserkrankung. In Deutschland ist es mit 26 % sogar die Häufigste. Während der Vorsorgeuntersuchung, deren Kosten bei Männern ab 45 Jahren von den Krankenkassen übernommen werden, tastet der Arzt die Prostata und die anliegenden Lymphknoten ab und führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Bei verdächtigen Befunden wird anschließend eine Blutprobe auf das prostataspezifische Antigen (PSA) untersucht. Leider gibt der PSA-Test keine wirklich verlässliche Diagnose, da der Wert auch bei gutartigen Tumoren, Harnwegs- oder Prostataentzündungen verändert ist. Bislang blieb nur die ambulant durchgeführte Gewebeentnahme mit anschließender pathologischen Untersuchung, um ein Prostatakarzinom eindeutig zu diagnostizieren. Aber selbst bei dieser Methode gibt es ein gewisses Restrisiko, dass der Krebs auch im Rahmen der Biopsie nicht erkannt wird - einfach dann, wenn der Operateur den Tumor mit der Punktionsnadel nicht „trifft“.

Nun haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) ein hochpräzises Verfahren entwickelt, dass auf die Gewebeentnahme verzichten kann: Der Wirkstoff PSMA bindet an Prostatatumoren und kann mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sichtbar gemacht werden. Dabei kann die Lokalisation präzise bestimmt werden, so dass die Tumoren in einer Operation vollständig entfernt werden können und ein Rückfall ausbleibt. Von Vorteil ist weiterhin, dass mit dieser Methode selbst so kleine Tumore erkannt werden können, die noch nicht einmal bei einer Computertomografie (CT) oder einer Magnetresonanztomografie (MRT) nachweisbar wären.

„Mit der PSMA-Methode erkennen wir Lymphknotenmetastasen, die kleiner als acht Millimeter sind und damit unterhalb der Grenze der üblichen Bildgebungsmethoden liegen“, sagt Professor Frederik Giesel, geschäftsführender Oberarzt am Universitätsklinikum Heidelberg.

Eine wirklich erstaunliche Neuerung ist, dass PSMA nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Therapie von Prostatakarzinomen angewendet werden kann. Behaftet mit therapeutischer, radioaktiver Strahlung dient PSMA zur inneren systemischen Strahlentherapie („Endoradiotherapie“ /” „Radioliganden-Therapie“). Dabei werden die Tumorzellen über mehrere Tage gezielt bestrahlt; das umliegende, gesunde Gewebe bleibt aber verschont.

Zwar sind die heutigen operativen Maßnahmen durch moderne robotergestützte Chirurgiesysteme deutlich verbessert, dennoch sind Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz immer noch ein Problem, wenn sie auch heute sehr viel seltener vorkommen. Mit der neuen PSMA Methode könnte dazu auch solchen Patienten geholfen werden, die an einem Rückfall leiden oder die sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium des Prostatakarzinoms befinden. Da die innere Bestrahlung mit PSMA-Radioliganden weitaus besser verträglich ist als Hormon- oder Chemotherapie und keine Nebenwirkungen im Blutzellsystem hervorruft, stellt die neue Technik ein Hoffnungsschimmer für viele Betroffene dar.

Eine wirklich erstaunliche Neuerung ist, dass PSMA nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Therapie von Prostatakarzinomen angewendet werden kann. Behaftet mit therapeutischer, radioaktiver Strahlung dient PSMA zur inneren systemischen Strahlentherapie („Endoradiotherapie“ /” „Radioliganden-Therapie“). Dabei werden die Tumorzellen über mehrere Tage gezielt bestrahlt; das umliegende, gesunde Gewebe bleibt aber verschont.

Zwar sind die heutigen operativen Maßnahmen durch moderne robotergestützte Chirurgiesysteme deutlich verbessert, dennoch sind Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz immer noch ein Problem, wenn sie auch heute sehr viel seltener vorkommen. Mit der neuen PSMA Methode könnte dazu auch solchen Patienten geholfen werden, die an einem Rückfall leiden oder die sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium des Prostatakarzinoms befinden.

Da die innere Bestrahlung mit PSMA-Radioliganden weitaus besser verträglich ist als Hormon- oder Chemotherapie und keine Nebenwirkungen im Blutzellsystem hervorruft, stellt die neue Technik ein Hoffnungsschimmer für viele Betroffene dar.




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