Test für “Heller Hautkrebs” entwickelt

Forscher des Haut Tumor Centrums der Berliner Charité haben entschlüsselt, welche Gene bei der Entstehung von hellem Hautkrebs entscheidend sind. Damit ist eine wichtige Grundlage geschaffen, um bisherige Behandlungsmethoden optimal einzusetzen und Medikamente weiterzuentwickeln

UV-B-Strahlen der Sonne treffen andauernd auf unsere Haut und schädigen dabei Hornzellen. Diese Zellen bilden die äußerste Schicht unserer Oberhaut. Im Normalfall ist so eine Schädigung völlig ungefährlich, da das körpereigene Immunsystem den Schaden meist reparieren kann. Schafft das Abwehrsystem die Reparation nicht, kommt es zur Neubildung kranker Hautzellen und Verhornungsstörungen. Sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an dieser frühen Form des hellen Hautkrebses. Jahr für Jahr kommen 250.000 Erstdiagnosen neu hinzu. Die gelblichen bis bräunlichen Verhornungen entstehen vor allem auf Gesicht, Stirn, Arm und Handrücken. Bei jedem zehnten Patienten entwickelt sich aus den Verhornungen Krebs.

Den Berliner Forschern ist es jetzt gelungen die Gene zu entschlüsseln, die dafür verantwortlich sind, dass die natürlichen Reparationsmechanismen nicht mehr greifen. “Das ist jedoch nur der erste Schritt”, bemerkt Professor Eggert Stockfleth von der Dermatologie der Charité Campus Mitte und Leiter des Haut Tumor Centrums der Charité. “Jetzt geht es darum, dieses Wissen anzuwenden.”

In ihrer Studie haben die Wissenschaftler des Haut Tumor Centrums über 24.000 Gene analysiert. Das ist in dieser Größenordnung bei der Untersuchung des hellen Hautkrebses weltweit einmalig. Bisher wurden in Studien nur ausgewählte Gene einer funktionalen Analyse unterzogen.

Bereits heute profitieren die Patienten der Charité von dem Forschungsergebnis: Die Ärzte sind in der Lage herauszufinden, ob ein Patient ein erhöhtes Risiko hat, dass sich aus seiner aktinischen Keratose ein Plattenepithelkarzinom entwickelt. Außerdem können sie Behandlungsfortschritte exakt beurteilen. Den Patienten werden Hautproben entnommen, und die Genstruktur wird analysiert. Sind nach der Behandlung weniger für das körpereigene Reparatursystem entscheidende Gene geschädigt, schlägt die Therapie an. Ein erstes Zwischenergebnis können die Forscher bereits verkünden: “Bei unseren bisherigen Untersuchungen hat sich die zugelassene Substanzkombination Diclofenac mit Hyaluronsäure am wirksamsten bei der Verminderung gestörter Genabschnitte erwiesen”, erklärt Privatdozent Dr. Ingo Nindl, Forschungsleiter im Haut Tumor Centrum. “Außerdem hoffen wir, in naher Zukunft mit noch wirksameren Medikamenten arbeiten zu können und endlich einen Stufenplan zur Behandlung von hellem Hautkrebs präsentieren zu können.”




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