Wo Medikamente am günstigsten sind

Die Studie vergleicht Medikamentenpreise zwischen Italien, seinen EU-Nachbarn und den US und zeigt, dass die Preise für Medikamente in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, und Spanien durchschnittlich bis zu 42% höher als in Italien sind; in den USA sind sie doppelt so hoch. Verglichen wurden die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente , die nach 1990 auf dem internationalen Markt eingeführt worden sind. Die Studie wurde am Research Centre for the Management of Healthcare and Welfare (Cergas Bocconi), in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der italienischen Pharmaindustrie (Farmaindustria) erstellt.

In der Studie wurden die Durchschnittspreise des Einzel- und Großhandels der 300 meistverkauften verschreibungspflichtigen Medikamente in Italien mit denen von Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Griechenland, den Niederlanden und den USA verglichen.

Bei den nach 1990 auf dem internationalen Markt eingeführten Medikamenten, sind die Einzelhandelspreise Italiens, mit Ausnahme der Preise in den Niederlanden, niedriger als in allen anderen untersuchten Ländern.

Differenzen der Einzelhandelspreise in EU-Ländern und den USA im Vergleich zu Italien (Medikamente, die nach 1990 auf dem Markt eingeführt wurde):

  • USA +139%
  • Deutschland +42%
  • Frankreich +12%
  • Großbritannien +8%
  • Spanien +5%
  • Griechenland +3%
  • Niederlanden -21%

Auch bei den Großhandelspreisen läßt sich feststellen, dass die italienischen Preise wesentlich niedriger liegen als in allen anderen Ländern, die in der Studie berücksichtigten wurden. Differenzen der Großhandelspreise in EU-Ländern und den USA im Vergleich zu Italien (Medikamente, die nach 1990 auf dem Markt eingeführt wurde):

  • USA +183%
  • Deutschland +25%
  • Großbritannien +18%
  • Griechenland +18%
  • Niederlanden +14%
  • Spanien+12%
  • Frankreich +11%

„Die klare Positionierung Italiens bei Medikamenten, die nach 1990 auf den Markt gekommen sind, ist zum Teil ein Ergebnis der in den letzten Jahren eingeführten Maßnahmen zur systematischen Preissenkung”, erklärt Claudio Jommi, Leiter des „Cergas Bocconi Drug Oberservatory” und Forschungskoordinator.

Bei Erweiterung der Studie auf verschreibungspflichtige Medikamente, die vor 1990 auf den internationalen Markt gekommen sind, ändert sich die Position Italiens leicht:

So haben Deutschland (+49%), Frankreich (+8%), Großbritannien (+11%), und die USA (+120%) weiterhin höhere Einzelhandelspreise als Italien, während die Niederlande (-27%), Spanien (-10%) und Griechenland (-8%) niedrigere Preise vorweisen können. Bei den Herstellerpreisen weist Italien neben Spanien, die niedrigsten vor.




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