Mit Bewegung gegen Diabetes

Bereits das dritte Jahr in Folge tourt die Diabetes-Aktion Gesünder unter 7 nun schon durch die Bundesrepublik und klärt über Diabetes und die Bedeutung des Langzeitblutzuckerwertes HbA1c für die Diabetestherapie auf. Ein zentrales Ele-ment dabei ist ausreichende Bewegung.

Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c ist eine wichtige Kenngröße in der modernen Diabetestherapie. Der HbA1c-Wert bezeichnet den Anteil des verzuckerten roten Blutfarbstoffes im Körper: Ist der Zuckergehalt im Körper zu hoch, reichert sich der Zucker im Gewebe an, es verzuckert. Dieser Prozess geschieht langsam, und ist nicht durch kurzfristige Ernährungsumstellungen, wie etwa drei bis vier Tage vor dem Arztbesuch auf Süßes zu verzichten, beeinflussbar.

Ständig erhöhte Blutzuckerwerte, wie sie bei unerkannten oder schlecht eingestell-ten Diabetikern vorkommen, schädigen langfristig die Gefäße und nerven im Körper. Um solche diabetische Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Ge-fäßkrankheiten wie die Schaufensterkrankheit zu vermeiden, ist es wichtig, das der HbA1c-Wert dauerhaft unter 7% liegt. Dabei ist nicht nur eine gesunde Ernährung wichtig, sondern auch ausreichende Bewegung: „Schon eine halbe Stunde zügiges Spazierengehen pro Tag verbessert den Stoffwechsel deutlich”, bestätigt der Diplom-Gesundheitswissenschaftler Dr. Michael Sarbandi.

Besonders geeignete Sportarten für Diabetiker und auch für Menschen, die lange Zeit keinerlei Sport getrieben haben, sind Walking, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, Badminton und Tanzen. Dabei sollte man sich laut dem Experten am Besten einer Gruppe anschließen, da die Bewegung in der Gruppe einfach mehr Spaß macht, und die Motivation weiterzumachen höher ist. Die Angebote von Sport-vereinen und Volkshochschulen können hier sehr hilfreich sein. Auch ein Anruf bei der Krankenkasse lohnt sich, denn viele Kassen bieten bezuschusste Sportkur-se für ihre Mitglieder an, oder erstatten einen Teil der Kosten eines belegten Kurses. Generell sollte man von sich selbst keine Höchstleistungen erwarten, sondern sich auch an kleineren „Etappenzielen” erfreuen und sich nur langsam steigern. Übrigens: Wer regelmäßig Sport treibt ist nicht nur fitter, sondern auch widerstandsfähiger und ausgeglichener und kann besser mit Stress umgehen!

Auch kleine Veränderungen im Alltag können schon einen positiven Einfluss auf unsern Stoffwechsel haben: Wer in einem Gebäude mit vielen Treppen wohnt oder arbeitet kann, statt Aufzug oder Rolltreppe zu nehmen, lieber die Treppen steigen, und kleinere Besorgungen können auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt wer-den - das ist nicht nur gesund, sondern spart auch Benzin und entlastet den Geld-beutel. Auch ein kleiner Abendspaziergang statt dem abendlichen Fernsehpro-gramm kann sicher nicht schaden!

Weitere Informationen, Broschüren und Termine der Bundesweiten Diabetes-Aktion Gesünder unter 7 auf finden Sie unter: www.gesuender-unter-7.de




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